Strom wird teurer im Februar und März

27. Januar 2012 | von

2012 wird ein teures Jahr, zumindest was die Strompreise betrifft. Eine aktuelle Erhebung von TopTarif zur Strompreisentwicklung in Deutschland prognostiziert einen durchschnittlichen Strompreisanstieg von 3,4 Prozent für die kommenden Monate.

Etliche Anbieter heben Strompreise im Februar und März an. Foto: Jetti Kuhlemann  / pixelio.de

Etliche Anbieter heben Strompreise im Februar und März an. Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Bereits zum Jahreswechsel hatten zahlreiche Stromanbieter ihre Preise um rund 3,5 Prozent erhöht. Damit jedoch nicht genug, mindestens 108 Stromanbieter aus ganz Deutschland werden in den folgenden Wochen ihre Preise anziehen und um rund 3,4 Prozent erhöhen, so die Einschätzung des Tarifvergleichsportals TopTarif. Für einen Musterhaushalt mit 4.000 kWh bedeutet dies eine Preissteigerung von rund 34 Euro im Jahr. Vereinzelt kann es sogar zu Erhöhungen um bis zu 10 Prozent kommen. Große Versorger wie Süwag, Entega, Ewe und Wemag haben jedenfalls für die kommenden Wochen bereits einen Preisanstieg angemeldet.

Die Stromversorger begründen die Anhebung der Strompreise mit steigenden Netzentgelten und den höheren Beschaffungskosten. Die Netznutzungsentgelte sind in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr bereits um rund 5 Prozent angestiegen. Damit startete ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh in diesem Jahr mit durchschnittlich 12 Euro mehr Kosten für Strom. Allerdings haben viele Stromversorger noch nicht auf diese Erhöhung reagiert.

Sonderkundenumlage bedingt Erhöhung

Hinzu komme der Preis für die zusätzliche Netzentgeltumlage, eine Sonderkundenumlage, mit der stromintensive Gewerbe aus der Industrie entlastet werden sollen, was sich zu Lasten der Verbraucher niederschlägt. Diese war erst kurz vor Jahresende 2011 auf einen Betrag von 0,151 Cent je Kilowattstunde festgesetzt worden. Peter Reese, Leiter der Energiewirtschaft beim Verbraucherportal für Energie und Telekommunikation Verivox erläuterte, die Netzentgelte seien zum Jahresende noch vorläufig gewesen und erst zum Januar 2012 verbindlich, weswegen zahlreiche Stromanbieter mit der Anpassung gewartet hätten. Hinzu komme überdies die Erhöhung der EEG-Umlage, die im Januar um 0,062 Cent je Kilowattstunde angehoben wurde.






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