Sammlerparadiese in deutschen Haushalten: Tonträger, Klamotten, Werkzeug und Elektroschrott

24. Februar 2012 | von

Eine repräsentative Umfrage von immowelt.de bestätigt nun das alt bewährte Verhaltensmuster des Menschen als Jäger und Sammler. Interessant auch daher, lassen sich doch – recht klischeehaft – tatsächlich auch deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern feststellen: Während Männer ihre Sammelleidenschaft verstärkt auf Werkzeuge und Ersatzteile fokussieren, horten Frauen vor allem die zu eng gewordenen Klamotten in den Tiefen ihrer Kleiderschränke – ganz nach dem Motto „Vielleicht passe ich ja irgendwann mal wieder da rein.“

36 Prozent der Befragten horten noch Spielzeug aus der eigenen Kindheit

36 Prozent der Befragten horten noch Spielzeug aus der eigenen Kindheit. Foto: istockphoto

Rund 87 Prozent der Deutschen sind ihm erlegen: dem Sammlerfieber. Das Aufbewahren von Nippes, Insignien der Vergangenheit, aber auch nicht mehr passender Kleidung oder Werkzeuge ist in vielen deutschen Haushalten Gang und Gebe. Nur 13 Prozent der 1.012 Personen, die im Rahmen der Studie „Wohnen und Leben 2012“ vom Marktforschungsinstitut Innofact befragt wurden, antworteten auf die Frage „Welche Gegenstände besitzen Sie, von denen Sie sich nicht trennen können“, dass es solche nicht gebe. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Immobilienportals immowelt.de.

Kindheit als kostbares Gut

Die Mehrheit der Befragten hängt jedoch dagegen an teils unnütz gewordenen, aber dennoch heiß geliebten Gegenständen. Zu diesen gehören auch, trotz (oder vielleicht gerade wegen?) des digitalen Zeitalters mit mp3, itunes und youtube Tonträger wie Kassetten oder Schallplatten. Mit 47 Prozent sind Tonträger damit auf Platz 1 der Sammlungen, von denen sich die Deutschen nicht trennen wollen. Knapp darunter rangieren auf Platz zwei mit 46 Prozent Reisesouvenirs. Auch alte Schul- oder Studienunterlagen heben die Deutschen gerne auf (37 Prozent). Besonderen Stellenwert haben auch die Erinnerungen an die Kindheit: So haben 36 Prozent ihr altes Kinderspielzeug auf und 31 Prozent bewahren noch stets Sammlungen aus der Kindheit wie zum Beispiel Plastikfiguren oder Sammelbildchen. Jeder vierte Ü-60er gibt beispielsweise zu, dass diese Sammlungen dem Aussortierwahn noch immer nicht zum Opfer gefallen sind.

Frauen lieben Klamotten, Männer Werkzeuge und Ersatzteile

Beachtenswerte Ergebnisse liefern die Platzierungen 6 und 7: Insgesamt 26 Prozent der Deutschen sammeln Werkzeuge, Ersatzteile und Reparaturteile, darunter 33 Prozent Männer und nur 18 Prozent Frauen. Ein gegenteiliges, aber entsprechendes Bild zeigt sich bei der Sammelleidenschaft für zu eng gewordene Kleidung. Insgesamt heben diese 23 Prozent auf. Davon handelt es sich nur bei 14 Prozent um Männer, bei 31 Prozent dagegen um Frauen. Elektroschrott bewahren immerhin noch 11 Prozent der Befragten auf. Die Kategorie „Sonstiges“ wählten nur 7 Prozent bei der Studie.




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