DMB: Pflicht zu energetischen Modernisierungsmaßnahmen nicht ohne Erhöhung von Fördermitteln

1. März 2012 | von

Das Umweltministerium plant, so die Berichterstattung von bild.de, Hauseigentümer in puncto Klimaschutz und Energiewende stärker zu Modernisierungsmaßnamen zu verpflichten. Dem Deutschen Mieterbund (DMB) zufolge kann die Energiewende jedoch nicht ohne eine Erhöhung der Fördermittel gelingen.

Den neuesten Überlegungen des deutschen Umweltministeriums zufolge, sollen die Auflagen zur Wärmedämmung strenger werden, so der Konsens des Berichtes von bild.de. Bisher gelten nur bei Neubauten strikte Regelungen in Hinsicht auf die Energieeffizienz der Gebäude, im Speziellen auch bezüglich der Wärmedämmung: Wer ein Haus baut, der muss auf die Energiebilanz achten. Ob die Dämmung aus Kostengründen selbst mit Befestigungstechnik an die Wände gebracht wird oder ein Profi diese Arbeit erledigt, ist dabei irrelevant. Diese Auflagen sollen nun auch auf den bestehenden Hausbestand ausgeweitet werden. Bei größeren Renovierungen soll darüber hinaus nicht nur die Pflicht zu einer weitreichenden Dämmung bestehen, sondern auch der Austausch von Heizkesseln durch schärfere Abgasnormen vorangetrieben werden.

DMB befürchtet Explosion von Mietpreisen

Derlei Vorgaben zum Zweck energetischer Verbesserungen im Wohnungsbestand rufen bei den Vertretern des DMB vor allen Dingen eines auf den Plan: die Befürchtung von regelrechten Mietpreis-Explosionen. Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen DMB, betonte, im Falle von neuen Vorschriften müsse der Bund zunächst einmal klären, wie die energetischen Modernisierungen überhaupt bezahlt werden sollen. Der DMB befürchtet eine unverhältnismäßige Abwälzung der entstehenden Modernisierungskosten in Form von Mieterhöhungen und plädiert daher für verbindliche Regelungen für energetische Modernisierungen im Wohnungsbestand und für eine Änderung der bisherigen Mieterhöhungsvorschrift. DMB-Direktor Lukas Siebenkotten wiederholte erneut die Forderung, dass zum Gelingen der Energiewende der Bund seine Förderungen vielmehr auf 5 Milliarden Euro erhöhen müsse, anstatt diese wie erst kürzlich geschehen auf 900 Millionen Euro zu reduzieren. Weiter forderte Siebenkotten zur Streichung der Modernisierungsumlage von derzeit 11 Prozent sowie zur Anpassung von Mieterhöhungen an die ortsübliche Vergleichsmiete auf.




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