GSW-Studie: Günstiger Wohnraum in Berliner Innenstadt-Bezirken ist rar

6. März 2012 | von

Auch Berlin bleibt von Mietpreiserhöhungen nicht verschont, gerade in der Innenstadt und Szene-Kiezen sind enorme Preissteigerungen zu verzeichnen. Am Stadtrand dagegen sind die Mieten relativ stabil, so das Ergebnis des 8. WohnungsmarktReports der GSW Immobilien AG.

In Kreuzberg explodieren die Mieten. Foto: Helga Ewert  / pixelio.de

In Kreuzberg explodieren die Mieten. Foto: Helga Ewert / pixelio.de

Eine Mietpreiserhöhung von durchschnittlich rund 7,8 Prozent im Jahr 2011 verzeichnet der aktuelle WohnungsmarktReport, der von der GSW Immobilien AG in Zusammenarbeit mit dem Immobiliendienstleistungsunternehmen CBRE erstellt wurde und rund 107.564 Mietangebote berücksichtigt. Damit stieg die durchschnittliche Kaltmiete von 6,11 Euro je Quadratmeter im Jahr 2010 auf 6,59 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2011. Bemerkenswert ist vor allem der Umstand, dass die Mietpreise von teureren Wohnungen nochmals stark angezogen sind – um 9,9 Prozent auf eine Durchschnittsmiete von 12,04 Euro je Quadratmeter. Ein weiterer Trend ist die Verteuerung des Wohnraums in den Innenstadt-Bezirken, was zur Verknappung von günstigem Wohnraum innerhalb des S-Bahn-Rings geführt hat. Allein im Bezirk Mitte liegt eine Mietpreissteigerung in Höhe von 13,1 Prozent vor. Eklatant macht sich hier besonders die Differenz von den teuersten zu den einfachsten Wohnungen bemerkbar. Hierbei stehen sich Mietpreise von 18 Euro je Quadratmeter im obersten Marktpreissegment und eine Kaltmiete von 4,84 Euro pro Quadratmeter im untersten Preissegment gegenüber.

Friedrichhain-Kreuzberg neuer Spitzenreiter vor Charlottenburg-Wilmersdorf

Mit einer zweistelligen Zuwachsrate verteuerten sich auch die Mieten in Tempelhof-Schöneberg (10,1 Prozent) und Friedrichshain-Kreuzberg (11,1 Prozent) drastisch. Damit hat Berlin einen neuen Spitzenreiter im Mietpreissegment der durchschnittlichen Angebotsmieten. Mit einem Quadratmeterpreis von 8,02 Euro beträgt die Kaltmiete in Friedrichshain-Kreuzberg inzwischen 2 Cent mehr als im Westbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
Die Mietpreise in den äußeren Bezirken legten dagegen mäßig zu. Am günstigsten findet man derzeit mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 3,63 Euro je Quadratmeter in Marzahn-Hellersdorf eine Wohnung – und das trotz Mietpreisanstieg um 2,1 Prozent. In Treptow-Köpenick legten die Mieten um 4,7 Prozent und in Spandau um 4,9 Prozent zu. In Lichtenberg belief sich die Mietpreissteigerung auf rund 5 Prozent.

Preisanstieg auch bei Kaufimmobilien

Auch die Preise für Eigentumswohnungen sind 2011 stärker gestiegen als im Jahr davor. Stiegen die Angebotspreise im Jahr 2010 um 7,9 Prozent, betrug die Anhebung im Jahr 8,3 Prozent. Damit liegt der durchschnittliche Angebotspreis nun bei 1.883 Euro je Quadratmeter (2010 waren es 1.739 Euro). Im Segment der Mehrfamilienhäuser war die Preissteigerung mit dem Jahr 2010 vergleichbar. Sie beträgt 3,5 Prozent, womit sich der Kaufpreis je Quadratmeter auf 1.149 Euro beläuft.




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