Zwangsgeld für Säumige der Volkszählung „Zensus 2011“

14. März 2012 | von

Zehn Prozent der deutschen Bevölkerung sowie jegliche Immobilienbesitzer gehörten zu den Auskunftspflichtigen im Rahmen des Zensus 2011. Zensus-Verweigerer sowie säumige Auskunftspflichtige werden Medienberichten zufolge vielleicht bald zur Kasse gebeten.

Wieder Ärger mit dem Zensus 2011. Foto: Gerd Altmann  / pixelio.de

Wieder Ärger mit dem Zensus 2011. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Im vergangenen Jahr gestartet und in Rheinland-Pfalz gerade erst in die letzte Runde gegangen, verlautet nun das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen, dass allen, die im Rahmen des Zensus 2011 keine Auskunft erteilt haben, bald womöglich ein Zwangsgeld droht. So wollen die Statistikämter aller deutschen Bundesländer alle Säumigen anschreiben, die ihren Bescheid verlegt, verschludert oder sich schlicht der Volkszählung verweigert haben. Sollte der Bescheid nicht innerhalb von vier Wochen nachgereicht werden, planen die Statistikämter, die weiterhin säumigen Auskunftspflichtigen zur Kasse zu bitten.

Allein das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen hat bereits rund 200.000 Mahnungen versendet. Insgesamt wurden im Zuge des Zensus 2011 in Nordrhein-Westfalen etwa vier Millionen Haushalte berücksichtigt. Verschickt hatte das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen die Fragebögen bereits im Frühjahr 2011. Claudia Key, Pressesprecherin des Statistischen Landesamts NRW, äußerte gegenüber der Sueddeutschen, dass Immobilienbesitzern mit bis zu drei Immobilien ein Zwangsgeld in Höhe von beispielsweise 300 Euro drohen könnten, sollte der Auskunftspflicht nicht nachgekommen werden.

Die zufällig ausgewählten Auskunftspflichtigen aus der deutschen Bevölkerung mussten bei der Volkszählung 2011 Angaben zu unter anderem ihren Lebensumständen, Migrationshintergründen und ihrem Beruf machen. Bei den Immobilieneigentümern drehten sich die Fragen darüber hinaus unter anderem um die Ausstattung der Immobilienobjekte sowie Anzahl der Bewohner, den Gebäudetyp und die Heizungsart. Sinn und Zweck des Zensus 2011 ist nach Aussage der Initiatoren eine zielorientierte Städteplanung, bei der Berücksichtigung finden soll, wo zum Beispiel Wohnungsmangel herrscht oder auch wie viel Quadratmeter Wohnraum überhaupt zur Verfügung stehen. Auch der besseren Planung von Schulen, Kindergärten oder Altenheimen sowie der Frage nach deren Notwendigkeit in Abhängigkeit von verschiedenen Standorten soll die Befragung dienlich sein.




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