Immobilien-News und Themen KW 12-2012

25. März 2012 | von

Gagfah: Keine Dividende. Das Immobilienunternehmen Gagfah steht mit über 7.600 verkauften Einheiten 2011 noch besser da, als ursprünglich erwartet. Der Vertragserlös beläuft sich auf fast 390 Mio. Euro. Im vierten Quartal wurden zusätzlich in einer großen Wohnimmobilientransaktion weitere 4.800 Einheiten veräußert und somit weitere 330 Mio. Euro erwirtschaftet. Trotzdem können Anleger mit keiner Dividende rechnen, denn das Unternehmen bleibt noch immer mit –18 Mio. Euro in den Miesen. [Property Magazine]

EU-Richtlinie: Wohngebäude zwangssanieren. Der Energieverbrauch von Wohnhäusern soll im Sinne des Energieeinsparverordnung (EnEV) stark gesenkt werden. Laut Medienberichten plant die EU daher Richtlinien zu erlassen, die Eigentümer zur energetischen Sanierung ihrer Wohnhäuser zwingt. Energiekosten bei bis Ende 2010 errichteten Objekten sollen um 80 Prozent gesenkt werden. Mehr als 100.000 Euro werden die Besitzer demnach investieren müssen. Kritik kommt vor allem von Eigentümerverbänden: „Damit würden all jene Besitzer bestraft, die vor 2011 neue Häuser nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung gebaut oder ihre älteren Gebäude saniert haben“, so Rolf Kornemann, Präsident von Haus & Grund, gegenüber der Welt Online. [Welt]

Berliner Notarkammer: Richtlinien für Immobiliengeschäfte verschärft. Man hat gelernt aus dem Schrottimmobilien-Skandal um Ex-Senator Braun. Ab sofort gilt nun auch in Berlin die systematische Trennung eines Vertrages in Angebot und Annahme als unzulässig. Dies bedeutet, dass bisher ein Käufer nicht einseitig vom Kauf zurücktreten konnte, wenn er ein Angebot unterschrieben hatte, sobald der Verkäufer das Angebot angenommen hatte. Mit der Änderung der Richtlinien wird der Vertrag erst endgültig, wenn dieser von einem Notar beurkundet wurde. Ausnahme: eine Rechtfertigung aus Sachgründen. Was unter sachlichen Gründen zu verstehen ist, lies die Notarkammer allerdings noch offen. [Berliner Zeitung]

Eigenheim: Bei 35% „“wilder Ehen“ nur ein Partner im Grundbuch eingetragen. Wie eine Studie von immowelt.de ergab, sind bei 35% der Paare, welche ein Eigenheim besitzen, die aber unverheiratet zusammenleben, nur einer der Partner im Grundbuch eingetragen. Dabei sollten nach Expertenmeinung grade bei Paaren ohne Trauschein die Eigentumsverhältnisse durch Grundbucheintrag klar geregelt werden, da sonst rechtlich gesehen nur der im Grundbuch vermerkte Partner als Eigentümer zählt. Im Todesfall oder bei einer Trennung drohen sonst Probleme, da der andere keinerlei Ansprüche, sondern schlimmstenfalls finanzielle Pflichten hat, z.B. wenn beide einen Darlehensvertrag unterzeichnet haben. [immowelt]




Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Wochen-Themen abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>