LBS-Studie: Preise für Wohnen im Großraum Hamburg stiegen auch 2011 stetig an

10. April 2012 | von

Wohnimmobilien in und um die Hansestadt Hamburg wurden im Jahr 2011 im Gegensatz zum Vorjahr um bis zu 13,5 Prozent teurer. So das Ergebnis einer aktuellen Immobilienmarkt-Studie der LBS Bausparkasse.

In Hamburg sind die Mieten weiter gestiegen. Foto: URS  / pixelio.de

In Hamburg sind die Mieten weiter gestiegen. Foto: URS / pixelio.de

Die Hamburger Mieten sind weiter gestiegen. Besonders betroffen von Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt der Hansestadt waren im Jahr 2011 Bestandsimmobilien. Mit 13,5 Prozent weisen diese die größte Preissteigerung im Gegensatz zum Jahr 2010 auf. Im Bereich der Eigentumswohnungen wurde ein Preisanstieg von durchschnittlich rund 13,1 Prozent verzeichnet.

Bei neuen Objekten offenbarte sich ein vergleichbarer Trend bezüglich der rasanten Preisentwicklung. So mussten Käufer von neu gebauten Häusern rund 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr bezahlen. Neue Eigentumswohnungen waren durchschnittlich 5,1 Prozent teurer als in 2010.

Dies sind die Ergebnisse der LBS Studie der Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, die in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Forschungsinstitut F + B (Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH) erstellt wurde. Für die Erhebung wurden im zweiten Halbjahr 2011 alles in allem 12.271 öffentlich zugängliche Immobilienangebote in und um Hamburg sowie je Segment mit den jeweiligen Immobilienangeboten aus dem Vorjahreszeitraum gegenübergestellt. Am meisten müssen Kaufinteressenten laut LBS-Studie übrigens in den Stadtteilen Harvestehude, Hafen-City, Uhlenhorst, Rotherbaum und Blankenese auf den Tisch legen.

Gegenteiliges Bild im Hamburger Umland

Während die Preissteigerung in der Hamburger City für bestehende Häuser 2011 am größten ausfiel, fiel diese im Hamburger Umland mit nur 4,2 Prozent am geringsten aus. Bei Eigentumswohnungen aus dem Bestand betrug die Steigerungsrate immerhin rund 6,3 Prozent. Für neue Häuser und Eigentumswohnungen mussten dagegen nur knapp über 5 Prozent mehr als im Vorjahr bezahlt werden. Am teuersten im Hamburger Umland sind LBS-Studie zufolge Ahrensburg, Wentorf/Aumühle, Halstenbek und Wedel.

LBS-Vorstandsvorsitzender Peter Magel sieht den Grund für die Preissteigerungen in der positiven Bevölkerungsentwicklung in der Stadt sowie der wachsenden Zahl der Haushalte. Außerdem verweist Magel darauf, dass die derzeitige Wohnraumnachfrage noch längst nicht gestillt ist, was zu Preissteigerungen im Bestandswohnungsmarkt führe. Hinzu kämen außerdem die anhaltend niedrigen Bauzinsen sowie die attraktive staatliche Wohn-Riester-Förderung. Die derzeit zahlreichen Kapitalanleger haben überdies – besonders durch die hohe Nachfrage an Eigentumswohnungen – die Preislage im Segment beeinflusst.




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