Neuer Mietspiegel in Neumünster sorgt für Verwirrung

16. April 2012 | von

In Neumünster wurde kürzlich ein aktueller Mietspiegel veröffentlicht – und dieser sorgt für einige Verwunderung, denn er kennt nur noch drei Wohnlagen: einfache, gute und beste Lage.

Neumünster: Neuer Mietspiegel hält Neuerungen bereit. Foto: Andreas Geick / wikimedia / cc-by-sa 3.0

Neumünster: Neuer Mietspiegel hält Neuerungen bereit. Foto: Andreas Geick / wikimedia / cc-by-sa 3.0

Der Wohnmarkt in Neumünster befindet sich im Wandel. Besonders bei modernisierten Wohnungen ist das Mietpreisniveau in den letzten beiden Jahren deutlich gestiegen – das zeigt der kürzlich vorgestellte neue Mietspiegel für Neumünster, der am 1. April in Kraft getreten ist. Daten von 6.000 Mietwohnungen von den derzeit rund 38.000 mietbaren Wohneinheiten in der Stadt wurden der Untersuchung von dem Unternehmen Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt zugrunde gelegt. Der alle zwei Jahre fortgeschriebene Bericht gilt als Richtschnur für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete – die ist besonders wichtig bei Mieterhöhungen. Die 18-seitige Broschüre ist bei der Stadt für 2,80 Euro erhältlich und hält einige Neuerungen bereit.

Einteilung der Lage verwirrt

So fällt jetzt die Unterscheidung zwischen guter und mittlerer Wohnlage weg, stattdessen gibt es künftig nur noch vier: einfache Lage, gute Lage und beste Lage. Besonders irritierend ist dabei für die Anwohner der Stadt die Bezeichnung der Innenstadt innerhalb des Rings als „gute Wohnlage“, während der Ring selbst und die großen Ausfallstraßen der einfachen Lage zugeordnet werden. Auch in der Innenstadt gibt es einige Ausnahmen: Die Uferstraße im Stadtteil Einfeld ist in eine gute und eine beste Wohnlage geteilt und auch an der Einfelder Schanze gibt es eine Differenzierung: Die Straßenseite mit Seeblick trägt das Prädikat „gute Wohnlage“, die andere Seite zwischen Straße und Kieler Bahn nur das der einfachen Lage.

„Wir wollten bewusst keine Unterscheidung mehr treffen hinsichtlich der Stadtteile“, sagt Bernd Heilmann von der Stadtplanung gegenüber dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag. Kriterien für die Einstufung seien die Bebauungsdichte, das Wohnumfeld, die Infrastruktur und eventuelle Beeinträchtigungen wie etwa Verkehrslärm. Insgesamt stellt Heilmann auf shz.de seit 2010 nur eine moderate Steigerung der Mieten um 2 bis 3 Prozent fest. Die größte Spanne gibt es bei den Wohnungen, die zwischen 1966 und 1978 gebaut und jetzt modernisiert wurden: Sie reicht von 4,80 bis 7,30 Euro pro Quadratmeter.




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