Elektrosmog vermeiden: Gesunder Schlaf ist wichtig

17. April 2012 | von

Ein gesunder und ausreichender Schlaf ist wichtig für unser tägliches Wohlbefinden. Während der Nacht erholt und regeneriert sich der Körper, um am nächsten Tag wieder volle Leistungskraft zeigen zu können. Doch einiges kann diese Regenerationsphase stören.

Ein gutes Bett hat großen Einfluss auf einen erholsamen Schlaf

Ein gutes Bett hat großen Einfluss auf einen erholsamen Schlaf. Foto: istockphoto

Heutzutage ist es üblich, die verschiedensten Elektrogeräte im Schlafzimmer stehen zu haben. Neben dem Fernseher liegt meist noch das Handy in unmittelbarer Nähe zum Bett, und auf dem Nachttisch steht bei vielen Menschen ein Funkwecker. In Kinderzimmern ist die Anzahl der elektrischen Geräte mitunter noch höher. Mit fortschreitendem Alter nehmen Computer, Stereoanlage und Handy Einzug in das eigentliche Schlafzimmer. Durch die vielen Gerätschaften entstehen elektromagnetische Felder, die den gesunden Schlaf stören können. Doch dieser selbst verursachte Elektrosmog im Schlafzimmer kann und sollte vermieden werden, damit Gesundheit und Leistungsvermögen nicht beeinträchtigt werden.

Das Schlafzimmer als Regenerationsraum

Das Schlafzimmer sollte ein Raum zum Wohlfühlen sein. Dabei kommt es nicht nur auf eine angenehme Farbgestaltung und Raumaufteilung an, gerade der zentrale Punkt eines Schlafzimmers, das Bett, sollte mit Bedacht ausgewählt werden. Um Gesundheit und Wohlbefinden durch den Schlaf zu fördern, sollte das Bett, wie auch das gesamte Schlafzimmermobiliar, vornehmlich aus natürlichen Materialien bestehen. Für das Bett eignen sich Materialien wie Holz, Schafschurwolle, Naturlatex und Baumwolle. Auf Federkernmatratzen sollte verzichtet werden, da sie für eine Verzerrung des natürlichen Erdmagnetfeldes und für die Ankopplung an technische Störfelder sorgen. Der Lammelenrost sollte, wegen eben dieser Ankopplung und weil das Magnetfeld gestört werden könnte, am besten metallfrei sein. Das Bett sollte in der Breite pro Person 90 cm bis 100 cm Platz bieten und 20 cm länger als Körpergröße des Schlafenden sein. Es muss beim Bettenkauf darauf geachtet werden, dass die Liegefläche sich mindestens 35cm über dem Boden befindet, da die Staubbelastung (90%) bis 20cm über dem Boden am höchsten ist. Wenn Sie nach einem entsprechenden Bett suchen, finden Sie eine passende Auswahl an Betten bei Bett.de.

Das passende Raumklima sollte man ebenfalls nicht außer Acht lassen, die richtige Raumtemperatur liegt zwischen 16 und 18 °C. Es sollte immer für frische Luft im Raum gesorgt werden, damit eine ausreichende Sauerstoffversorgung gesichert ist. Dazu eignet sich ein gekipptes Fenster während der Nacht oder Stoßlüften kurz vor dem Schlafengehen, wenn es mit geöffnetem Fenster sonst zu laut sein würde.

Elektrosmog vermeiden

Am besten wäre es, im Schlafzimmer völlig auf elektrische Geräte zu verzichten, wer aber dennoch auf das ein oder andere angewiesen ist, sollte einiges beachten. Zunächst sollten sich so wenig elektrische Geräte im Zimmer befinden wie möglich. Bei den verbleibenden ist es sinnvoll, nachts den Netzstecker zu ziehen. Auf keinen Fall sollten Geräte im Standby-Modus die ganze Nacht über laufen, denn dieser schützt nicht vor Elektrosmog. Die Geräte sollten außerdem so weit wie möglich vom Bett entfernt stehen und nicht kabellos betrieben werden. Kabel unterm oder neben dem Bett können ebenfalls schädlich sein. Für alle, die ihr Handy als Wecker benutzen, gibt es einen Tipp: Die Weckfunktion funktioniert auch bei einem ausgeschalteten Handy oder im Flugmodus, welcher den Schlaf weniger stört, da die Funkverbindung unterbrochen ist. Um nicht jedes Gerät einzeln vom Netz nehmen zu müssen, kann ein Netzfreischalter installiert werden, dieser übernimmt dann zu einer bestimmten Uhrzeit die Abschaltung.

Wer sich noch weitreichender vor schädlichen Wellen schützen will, kann schon beim Bau von Haus oder Wohnung vor Hochfrequenzimmissionen abschirmen lassen. Dazu gehören Radio-, Fernseh-, und Mobilfunkwellen. Diese Baumaßnahme kann bei der Einkommenssteuer als „außergewöhnliche Belastung“ geltend gemacht werden. Ein Gerichtsurteil durch den 10. Senat des Finanzgerichts Köln besagt, dass die Abschirmung der Eigentumswohnung als „Abzug als Krankheitskosten“ eingestuft werden kann. Um die Maßnahme steuerlich absetzen zu können, braucht man lediglich ein ärztliches Gutachten über die ausgeprägte Elektrosensibilität der Bewohner und ein Gutachten eines Ingenieurs für Baubiologie über „stark auffällige“ Hochfrequenzimmissionen im Rohbau.




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