Wohnungsbau in Deutschland zieht an

18. April 2012 | von

Die konjunkturellen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise lassen sich auch auf dem Neubaumarkt der europäischen Länder erkennen. Deutschland zeigt sich allerdings robust und rückt in der Prognose für Wohnungsbau 2012, nach aktueller Schätzung des Ifo Instituts, weiter nach oben.

Für 2012 sind 2,3 neu gebaute Wohnungen auf 1.000 Einwohner prognostiziert. Damit landet Deutschland auf Platz 13 von den 19 europäischen Ländern. Damit rangiert Deutschland vor Irland (1,3), Ungarn (1,5) und Spanien (1,6), fällt allerdings hinter der Spitze aus Schweiz (6,1), Finnland (5,9), Frankreich (5,5) und Norwegen stark zurück (5,2). Im Vergleich zum Vorjahr ist Deutschland um drei Plätze nach oben gerückt, die Wohnungsbauintensität in den Niederlanden, Belgien und Tschechien oder Polen beträgt immer noch 45 bis 90 Prozent mehr. Am stärksten sind die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise in Spanien und Irland, den früheren Bauboom-Ländern zu spüren, die nach den Prognosen des Ifo, dieses Jahr die Zweipunktemarke nicht überschreiten werden.

In Deutschland ist die Ausgangslage an den Märkten ähnlich wie in der Schweiz, die Marktforscher der Landesbausparkassen (LBS) schätzen, auf Grund der hohen Zahlen der Spitzenreiter, drei bis über fünf Wohnungsbauten pro 1.000 Einwohner durchaus als „normal“ ein. Dennoch erholt sich der Wohnungsbaumarkt in Deutschland, was sich auch an den Baugenehmigungszahlen letzten Jahres erkennen lässt, die Antragszahlen sind um 22 Prozent gestiegen, damit sind 200.100 neue Wohneinheiten letztes Jahr gebaut worden. Diese Zahl dürfte in den nächsten zwei Jahren, laut den LBS-Immobilienexperten, um weitere 15 Prozent steigen. Damit würde Deutschland, mit 2,7 Neubaufertigstellungen, noch weiter Richtung Mittelfeld rücken.

So positiv wie die Prognosen für Deutschland sind, so negativ sind die Prognosen für Portugal. Dieses Jahr noch auf Platz 12 und damit vor Deutschland, prognostizieren die LBS-Marktforscher einen Absturz auf die unteren Plätze in der Tabelle. Irland und Spanien hingegen würden sich, laut dieser Prognose, wieder erholen, aber auch bis 2014 nicht mehr als zwei Neubaufertigstellungen pro 1.000 verzeichnen können.




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