Ikea-Fertighaus scheitert auf dem deutschen Markt

24. April 2012 | von

Vor zwei Jahren wurde die Fertighäuser des Möbelhauses Ikea vorgestellt – und sollten den deutschen Häusermarkt mit cleveren Ideen und günstigen Preisen revolutionieren. Nun scheint das Projekt gescheitert. Insgesamt wurden nur acht Fertighäuser realisiert.

Ikea legt das Boklok-Fertighaus Projekt in Deutschland auf Eis. Foto: Boklok

Ikea legt das Boklok-Fertighaus Projekt in Deutschland auf Eis. Foto: Boklok

BoKlok, zu Deutsch „klüger wohnen“, wurde auf dem skandinavischen Markt gut angenommen – doch das Projekt aus Fertighaus, Grundstück und der passenden Nachbarschaft rief nach einer anfänglichen Euphorie auf dem deutschen Markt kaum Resonanz hervor. Die Häuser wurden in zwei Varianten in Deutschland angeboten: als Modell Immeln mit 102 m² und als Modell Fryken mit 84 m² Wohnfläche. Je nach Lage sollten die Fertighäuser in Kombination mit dem Grundstück zwischen 179.500 und 248.500 Euro kosten. Das Haus auf einem eigenen Grundstück zu bauen war dagegen nicht möglich.

Nun werde die Ikea-Fertighäuser nicht mehr aktiv in Deutschland angeboten, das Projekt ist laut der Sprecherin der Ikea-Zentrale Wallau bei Frankfurt auf Eis gelegt. Während IKEA derzeit auf der Suche nach einem neuen Konzept ist, sieht der Hersteller der Häuser Bien-Zenker allerdings keine Zukunft mehr für das Projekt. Lediglich acht Gebäude in Wiesbaden-Auringen wurden fertiggestellt, andere geplante Standorte wurde nicht realisiert.

Danach sah es am Anfang des Projektes nicht aus. Die Kunden standen Schlange, um per Los ein Vorkaufsrecht für die Häuser zu ergattern. Doch dann häuften sich die Problem. Nach Ansicht einiger Experten waren die Häuser zu teuer,bei ähnlicher Qualität erzielen die Bauträger sonst zwischen 1300 und 1400 Euro pro Quadratmeter. Außerdem bekamen die Fertighäuser sowie einige Vertragsmodalitäten ein schlechtes Zeugnis der Stiftung Warentest ausgestellt

Nun startet Ikea mit einem neuen Fertighausprojekt in London. Im Bezirk Strand East wurden elf Hektar Land gekauft, auf dem sollen ab kommendem Jahr insgesamt 1200 Häuser und Appartements entstehen sollen. Weiterhin sind Geschäfte, Büros sowie ein Hotel geplant, die die Wohngebäude ergänzen sollen. Nach Angaben der Zeitung „Die Welt“ sollen Saubereit und Umweltschutz in dem Wohngebiet eine große Rolle spielen, es ist geplant, den Verkehr innerhalb des Wohngebietes auf Busse zu beschränken, Autos sollen dann in unterirdischen Garagen untergebracht werden. Das Projekt in London wird vornehmlich auf Familien mit Kindern ausgerichtet und der Wohnraum in jeglichen Preisklassen angeboten werden.




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