Internationale Städte kämpfen mit Mietwachstum

3. Mai 2012 | von
2011 sind die Mieten international gesteigen. 2012 wartet eine Stabilisierung. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

2011 sind die Mieten international gestiegen. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Im Jahr 2011 sind die Mieten für Top-Wohnimmobilien in international wichtigen Städten um 3,1 Prozent gestiegen. Dennoch haben die Mieten im letzten Quartal 2011 mit einem Plus von 0,3 Prozent nur noch gering zugelegt und damit die schwächste Performance seit zwei Jahren erzielt.

Die Mieten für Top-Wohnimmobilien sind im Jahr 2011 in den Städten weltweit um 3,1 Prozent gestiegen. Allerdings hat die unklare Situation der Schuldenkrise in Griechenland den Mietsteigerungsprozess ausgebremst. „Mehrere südeuropäische Länder haben zudem ihre ohnehin schwachen Wirtschaftsprognosen nach unten korrigiert. Und nicht zuletzt gab es keinerlei Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in den USA.“, bestätigt Kate Everett-Allen aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien in Großbritannien bei Knight Frank.

So hat die wirtschaftliche Schwäche dazu geführt, dass Unternehmen ihre Umzugsbudgets gekürzt und weniger Wohnraum angemietet haben. Die Mieten in Hongkong, Zürich und London sind aufgrund dessen im vierten Quartal 2011 gefallen. Peking und Schanghai profitieren von der hohen Nachfrage aus dem Ausland. Sie verzeichnen einen Zuwachs von 1 Prozent.

Im Städtevergleich liegt Nairobi die Hauptstadt Kenias mit einem Jahresplus von 10 Prozent auf dem Spitzenplatz. Das Land zieht in den letzten Jahren von einem hohen Wirtschaftswachstum seine Vorteile. Demzufolge wird auch die Mittelschicht Kenias immer breiter. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum treibt die Mieten in der Hauptstadt nach oben.

Auch New York zeigt im Jahr 2011 mit einem Plus von 2,6 Prozent das stärkste Wachstum. Hier machen sich einerseits die höheren Beschäftigungszahlen bemerkbar, andererseits auch die eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten. Diese drängen potenzielle Käufer in den Mietmarkt.

In der Metropole Moskau haben die Mieten um fast 10 Prozent nachgelassen. Es entstand eine Preiskorrektur gegenüber 2010, wo die Mieten um mehr als 7 Prozent zugelegt hatten. Im Jahr 2012 rechnet Knight Frank allerdings mit einer Stabilisierung.
Vorraussetzung hierfür ist, dass die Krise in der Eurozone sich gemäß der Hoffnung der Europäischen Zentralbank entwickelt und die globale Wirtschaft wieder anzieht. Dann könne man laut Everett-Allen mit weiteren Mietsteigerungen für hochwertige Wohnimmobilien in China und Nordamerika rechnen. Weitaus differenzierter sind die Aussichten für Europa. In den Städten wie Zürich und London hängt die Mietentwicklung sehr stark von der Entwicklung der Beschäftigungszahlen ab.




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