KWK-Anlagen werden gefördert

8. Mai 2012 | von
Wärmeversornung über ein hauseigenes Kraftwerk kann sich lohnen. Foto: Henrik Gerold Vogel / pixelio.de

Wärmeversorgung über ein hauseigenes Kraftwerk kann sich lohnen. Foto: Henrik Gerold Vogel / pixelio.de

Schon im Dezember letzten Jahres wurde von der Bundesregierung ein Gesetzesentwurf zum Ausbau und zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vorgestellt. Nun folgt einen Beschluss, der eine Erhöhung der Vergütung für den Strom aus KWK-Anlagen vorsieht.

Union und FDP wollen eine Vergütung für Hausbesitzer, die ihren Strom aus KWK-Anlagen beziehen, um 0,2 Cent pro Kilowattstunde aufstocken. Den aktuellen Berechnungen zufolge wird das Maximum an Fördergeldern von 750 Millionen Euro im Jahr derzeit nicht erreicht, deshalb stellt Klaus Breil (FDP) ein höhere Förderung von 0,3 Cent in Aussicht, so Focus. Industrielle Anlagen sollen sogar eine Zulage von 0,5 Cent bekommen.

Nächsten Donnerstag soll dann die Abstimmung im Bundestag stattfinden. Die Ziele der Zulagen sind Neuanlagen zu fördern und vor allem alte Kraftwerke leichter auf den neusten Stand zu bringen. Eine besondere Neuerung gilt für die kleinen hauseigenen Kraftwerke von Hausbesitzern: Diese können sich die Fördergelder für mehrere Jahre im Voraus auszahlen lassen. Dies kann ein großer Anreiz sein, solche Anlagen überhaupt erst in Betrieb zu nehmen, da so die Finanzierung weitestgehend gesichert ist. Das sei auch das Ansinnen der Koalition aus Union und FDP, so Focus, das Gesetz soll den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung vorantreiben. Das Ziel der Bundesregierung bis 2020 ist es, den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Wärmeversorgung in Deutschland auf 25 Prozent zu steigern.

Allgemeinhin wird der Entwurf der Bundesregierung von den wichtigen Verbänden recht positiv bewertet. Besondere Zustimmung erhält die Flexibilisierung der Strom- und Wärmeerzeugung aus KWK-Anlagen und auch die Vereinfachung der Förderung von Wärmenetzen.

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist eine Vorgehensweise, bei der gleichzeitig mechanische Energie, die dann in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizwerke oder für Produktionsprozesse gewonnen wird. Vor allem für die Wärmeversorgung privater und öffentlicher Gebäude werden solche KWK-Anlagen genutzt, in Mehr- und Einfamilienhäusern sind sie als sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW) zu finden.




Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0
Dieser Beitrag wurde unter Energie abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>