Mietbetrug über Online-Immobilienportale

23. Mai 2012 | von
mietbetrug

In Online-Immobilienportalen tauchen gehäuft Inserate zu Scheinimmobilien auf. Foto: Axel Hoffmann / pixelio.de

Die Online-Immobilienbörsen bekommen Zuwachs von Betrügern, welche günstige Scheinangebote inserieren, um dann die potentiellen Mieter hinters Licht zu führen.

Bei der Immobiliensuche ist Vorsicht angesagt. Gerade dort, wo die Mieten hoch und schöne, einigermaßen günstige Wohnungen hart umkämpft sind, setzten gern Internet-Betrüger an: Sie attraktive Angebote im Internet, die eigentlich gar nicht existieren. Zu erkennen sind die Scheinimmobilien daran, dass es sich meistens um günstige Mietobjekte mit hochwertiger Inneneinrichtung und Ausstattung handelt.

Wohnungsnot wird ausgenutzt

Die Wohnungsmärkte wie München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin, die nur wenige bis gar keine günstigen Angebote in der Innenstadt aufweisen können, bieten den Betrügern eine gute Ausgangsbasis. Da die Lage auf den Wohnungsmärkten angespannt ist, reagieren die Menschen sofort auf günstige Mietinserate und fallen leichter auf die Scheinimmobilien rein. Laut Welt Online ist es bei den großen Online-Portalen wie Immobilienscout24 und Immowelt in der letzten Zeit vermehrt zu solchen Scheinangeboten gekommen. Diese versuchten zwar, verdächtige Angebote sofort zu löschen, trotzdem können immer wieder welche auftauchen.

Vorab wird Geld verlangt

Die Scheinangebote heben sich ganz deutlich von den seriösen Immobilieninseraten ab, da hier immer schon vorab Geld verlangt wird. Ein Beispiel hierfür ist, zwei Monatsmieten auf ein Treuhandkonto oder auch ein Konto im Ausland über einen Transferservice überweisen zu müssen, um in Besitz des Schlüssels zu kommen, um die Wohnung überhaupt einmal besichtigen zu können. Oft geben die „Vermieter“ an, sich im Ausland zu befinden und deshalb nicht vor Ort zu sein, deshalb findet die Kommunikation häufig nur über E-Mail Kontakt und in Englisch oder gebrochenem Deutsch statt, so Welt Online.

Wer bei einem Mietangebot im Internet um Vorkasse gebeten wird, kann eigentlich davon ausgehen, ein Scheininserat vor sich zu haben, auch wenn der Anbieter seine Identität nicht offengibt ist das ein Zeichen für einen Betrüger. Doch die Vorgehensweise funktioniert gut, schließlich kann Geld, welches über einen Transferservice überwiesen wurde kaum zurückverfolgt werden.




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