Hamburg: Speicherstadt soll bewohnbar werden

6. Juni 2012 | von

Derzeit wird daran gearbeitet, die Hamburger Speicherstadt am Hafen auch als Wohnraum zugänglich zu machen. Der erste Schritt bestand in einem Architekturwettbewerb.

Neben Künstlerateliers und neuen Gewerbeflächen sind auch Wohnungen in der Speicherstadt in Planung. Foto: Georg Marinschek/ pixelio.de

Neben Künstlerateliers und neuen Gewerbeflächen sind auch Wohnungen in der Speicherstadt in Planung. Foto: Georg Marinschek/ pixelio.de

Die denkmalgeschützte Hamburger Speicherstadt ist ein touristisches Zentrum und momentan nur für Einzelhandel und andere Gewerbe nutzbar. Gewohnt werden kann hier bisher nicht, unter anderem weil ein ausreichender Hochwasserschutz nicht gewährleistet werden kann. Um die Speicherstadt bewohnbar zu machen, arbeiten die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), das Hafenunternehmen (HHLA) und das Denkmalschutzamt zusammen an einem passenden Konzept. Ein Schritt in Richtung eines Wohnkonzepts ist ein Architekturwettbewerb. Am Mittwoch, dem 30. Mai 2012, wurden die Ergebnisse präsentiert und die besten Vorschläge ausgezeichnet. In den Entwürfen werden für die unteren Stockwerke der historischen Häuser Lofts geplant, in den oberen Stockwerken sollen Maisonettwohnungen entstehen, beides in einem Umfang von 100 bis 200 Quadratmeter.

Ziele der Stadt im Blick

Ein gelungenes Wohnkonzept in der Speicherstadt würde nicht nur das Hafenviertel beleben, sondern auch der ganzen Stadt zu Gute kommen. Ein Ziel der Hamburger Stadtentwicklung ist eine Erhöhung des Wohnanteils in der Innenstadt, dazu würde die bewohnbare Speicherstadt im erheblichen Maße beitragen können.

Die größte Aufgabe bei der Entwicklung eines Konzeptes ist, den Charakter der Speicherstadt zu wahren und die Neuerungen mit den Denkmalschutzauflagen zu vereinbaren. Außerdem soll ein ungestörtes Nebeneinander von Büro und Gewerbenutzung sowie dem traditionellen Handel und dem neuen Wohnraum gewährleistet werden. Sobald ein flächendeckender Hochwasserschutz sicher gestellt werden kann, könnten zahlreiche Wohnungen in der gesamten Speicherstadt entstehen, ohne ein weitreichendes Hochwasserschutzkonzept sind allerdings nur neue Wohnungen an der Kibbelstegbrücke möglich.

SPD steht Wohnungen kritisch gegenüber

Das Entwicklungskonzept sieht zunächst vor allem neue Gewerbeflächen und günstige Atelierräume für Künstler vor. Konkreten Plänen für Wohnraum steht die SPD Hamburg eher kritisch gegenüber. Vor allem der teure Hochwasserschutz ist hier ein Hindernis. Es muss also zunächst ein Konzept vorgelegt werden, welches eine kostengünstige Umsetzung der Wohnräume beziehungsweise des Hochwasser- und Brandschutzes gewährleistet.




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