Mieten | Strompreise Teure Energieversorgung lässt Mieten steigen

20. Juni 2012 | von
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Durch die hohe Nachfrage und Sanierungsmaßnahmen sind die Mieten in neuen Mietverträgen oft deutlich höher. Foto: Gerd Altmann/ pixelio.de

Günstigen Wohnraum zu finden, wird in Deutschland zunehmend schwerer. Nicht nur, dass immer weniger günstiger Wohnraum gebaut wird, vor allem die Nebenkosten treiben die Mietpreise nach oben.

Mietpreise im unteren und mittleren Preissegment zu finden, wird immer schwerer: Zwar sind die Kaltmieten in den vergangenen Jahren nur sehr moderat gestiegen, die Nebenkosten werden dafür immer kostenintensiver. Preise für Heizöl, Gas sowie andere Energiequellen treiben die Nebenkosten und somit die Warmmieten in die Höhe. In den Metropolregionen Deutschlands wie Hamburg oder Berlin und in Groß- und Universitätsstädten ist es zudem die steigende Nachfrage an Wohnraum, die die Preise der neuen Mietverträge steigen lässt.

Gründe für fehlenden günstigen Wohnraum vielfältig

Luxusimmobilien werden immer häufiger nachgefragt, der Wohnungsbau für einkommensschwächere Haushalte bleibt dabei auf der Strecke. Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), kritisiert, dass oft Lebensqualität gegen bezahlbare Wohnungen getauscht werden müsse. Laut Sven Vogel vom Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) liegt dies an den hohen Auflagen und Grundstückspreisen sowie den gestiegenen Baukosten für Neubauten. Wohnungen mit Mieten unter 6 Euro könnten kaum gebaut werden, so Vogel im Stern. Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund (DMB) sieht das Problem insbesondere bei den Wohnungsbaugesellschaften: Um günstigen Wohnraum für junge Familien zu schaffen und sozialen Wohnungsbau zu ermöglichen, müssten diese Abstriche bei der Rendite machen. Mit Mietobergrenzen sei es nicht getan, meint Ropertz, in Folge würden einfach keine Wohnungen im unteren Preissegment mehr gebaut.

Energetische Gebäudesanierung ist ein Problem

Der derzeitig noch vorhandene günstige Wohnraum wird nach und nach saniert werden müssen – die Auflagen zur energetischen Gebäudesanierung der Regierung schreiben es den Vermietern vor. Um die Sanierungsmaßnahmen bezahlen zu können, müssen die Mieten steigen, preiswerter Wohnraum verschwindet. Der GdW fordert daher eine höhere Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen und steuerliche Vorteile, damit die Mieten weiterhin auch für einkommensschwache Mieter erschwinglich bleiben könnten.




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