Mieten | Wohnen wird teurer Mieten um bis zu 64 Prozent gestiegen

3. Juli 2012 | von
Wohnen in München Die Mieten sind fast überall kräftig gestiegen. In München haben sie Rekordniveau erreicht. Foto: Heav84 / wikimedia /cc-by-sa 3.0

Die Mieten in einigen deutschen Städten sind laut einer Studie seit 2005 um bis zu 64 Prozent gestiegen – im Schnitt lag die Preissteigerung bei 11 Prozent. Besonders in München muss derzeit mit Rekordmietpreisen gerechnet werden.

Untersucht wurden die durchschnittlichen Kaltmieten pro Quadratmeter von über einer Million Mietangeboten des Immobilienportals Immonet, deren Auswertung der BILD vorliegt. Den stärksten Anstieg verzeichnete dabei die Stadt Göttingen mit einem Plus von 64 Prozent. Lag der Mietpreis 2005 noch bei durchschnittlich 4,32 Euro kalt je Quadratmeter, müssen derzeit bereits 7,07 Euro bezahlt werden. Am stärksten zurückgegangen sind die Mieten in Recklinghausen: Hier sank der Mietpreis um 19 Prozent auf 5,14 Euro je Quadratmeter. Besonders von der Preissteigerung betroffen sind außerdem Trier mit einem Plus von rund 58 Prozent, Berlin (+ 35 Prozent) sowie Wolfsburg und Würzburg mit jeweils um 41 Prozent höheren Mietpreisen.

Münchener Mieten immer teurer

In München ist seit 2005 eine Preissteigerung von etwa 12 Prozent zu verzeichnen – der Münchener Wohnungsmarkt zeigt damit erneut historische Miethöchstwerte. Während über dem Rest Bayerns der Trend eher zu moderat steigenden Mietpreisen geht, müssen in der Landeshauptstadt inzwischen Rekordpreise gezahlt werden. Das zeigt der Marktbericht „Wohnimmobilien Mietobjekte Frühjahr 2012 Bayern” des Marktforschungsinstituts des IVD Süd. „Die Situation auf dem bayerischen Wohnungsmarkt bleibt weiterhin angespannt“, sagt Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, in einer Pressemitteilung. Trotz auf sehr niedrigem Niveau steigender Baugenehmigungs- und Baufertigstellungszahlen bleibe der Bedarf an Wohnraum insbesondere in den Groß- und Mittelstädten Bayerns weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Dies würde die ohnehin angespannte Situation verschärfen und für weiteren Druck auf die Mieten sorgen. Kippes sieht für den Münchner Mietwohnungsmarkt auch in Zukunft keine Entspannung, viel mehr werde das Mietniveau in München seiner Ansicht nach ungebrochen weiter steigen. Vor dem Hintergrund zu geringer Baufertigstellungszahlen und einer starken Zuwanderung sowie kontinuierlich steigender Mieten werde das Angebot an bezahlbarem Wohnraum weiter zurückgehen.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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