Mieten | Mietpreissteigerung Staatliche Intervention gegen steigende Mieten gefordert

10. Juli 2012 | von

Die Mieten in Deutschland steigen zusehends, vor allem die Ballungszentren und Großstädte sind betroffen. Ein Eingreifen durch den Staat wird gefordert.

Die Metropolregionen wie Berlin, Hamburg, München und andere Großstädte haben mit immer höheren Mieten zu kämpfen, Wohnungen in niedrigem und mittlerem Preissegment werden immer knapper. Knapp 60 Prozent der Deutschen fordern daher staatliches Eingreifen, so eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Welt am Sonntag. Sie wünschen sich Gegenmaßnahmen, die die Preissteigerung eindämmen.

Auch im sozialen Wohnungsbau muss mehr getan werden, so Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU). Er fordert stärkeres Engagement für den sozialen Wohnungsbau in deutschen Metropolregionen, wie dem Rhein-Main-Gebiet oder Berlin, in denen es vermehrt an Sozialwohnungen fehle. Er warf den Bundesländern vor Mittel für den sozialen Wohnungsbau nicht an der richtigen Stelle eingesetzt und anderweitig genutzt zu haben. Ramsauer wurde daraufhin ebenfalls kritisiert, er habe Kürzungen an Programmen wie „Soziale-Stadt“ vorgenommen und so wichtige Mittel genommen.

Sozialer Wohnungsbau im Osten gestaltet sich schwierig

Im Osten Deutschlands fehlt es derzeit noch nicht an Sozialwohnungen, doch auch hier haben die Städte mit steigenden Mieten zu kämpfen. Nach Information von immonet.de stiegen die Preise bei Neuvermietungen in Berlin seit 2005 beispielsweise um 35 Prozent, Jena gilt mit einem Plus von 30% in letzten sieben Jahren als die teuerste Stadt im Osten.

Der Neubau an Sozialwohnungen wird in Osten Deutschlands hingegen immer schwieriger. Kürzungen der Stadtbauförderung und die fehlende Lösung bei der Altschuldenfrage der Wohnungsunternehmen, sowie die nur bis 2013 zugesicherten Bundeszuschüsse erschweren den sozialen Wohnungsbau.

Der Deutsche Mieterschutzbund erwartet weiter steigende Mieten in deutschen Städten, ein Faktor für drastische Mieterhöhungen ist dabei die Energiewende. Preissteigerungen könnten dazu führen, dass circa 100.000 Mietern ein Umzug in eine günstigere Wohnung oder Wohngegend bevorsteht, da sie sich auf Grund der Mieterhöhungen ihre derzeitige Wohnung nicht mehr leisten können.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu Staatliche Intervention gegen steigende Mieten gefordert

  1. Es gibt immer mehr freie Wohnungen in Deutschland – es ist hat nur ungleichmässig verteilt. Städte wie Görlitz sollten halt mal versuchen, Firmen anzulocken – dort gibt es 50,000 Einwohner weniger als früher und jede zweite Wohnung steht leer. Es gibt genügend Wohnungen für alle in Deutschland – nur halt nicht in jeder Stadt.

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