Solarenergie | Solarenergie Solarbranche schöpft neue Hoffnung

25. Juli 2012 | von
Solarenergie Altmaier hat Hoffnung für die Solarbranche. Foto: Norbert Staub, Rikon / PIXELIO

Umweltminister Peter Altmaier (CDU) macht der angeschlagenen Solarbranche Hoffnung und stärkt ihr den Rücken für die Anti-Dumping-Klage. Für die Krise werden sowohl die gekürzten staatlichen Förderungen, als auch die billigen Alternativen aus China verantwortlich gemacht.

Die Marktlage für deutsche Solarhersteller ist derzeit schwierig. Einige der deutschen Solarfirmen haben bereits Insolvenz angemeldet, darunter prominente Vertreter wie Q-Cells, andere versuchen sich derzeit noch weiter über Wasser zu halten. Durch die Kürzungen von staatlichen Fördermitteln wurde die Situation noch verschärft. Hauptsächlich verantwortlich für die Krise sind allerdings die günstigen Angebote aus China, die es den deutschen Firmen schwer machen, weiter auf dem Markt zu bestehen.

Bundesumweltminister Peter Altmaier sieht die deutsche Solarindustrie allerdings noch nicht verloren und gibt ihr gute Chancen, wieder auf die Beine zu kommen. Dafür seien aber faire Wettbewerbsbedingungen in der gesamten Branche vonnöten. Zur Diskussion steht nun auch eine Anti-Dumping-Klage. Ob Strafzölle gegen die chinesischen Billigimporte eingeführt werden können, muss allerdings noch festgestellt werden: Über eventuelle Strafzölle entscheidet die Europäische Kommission in Brüssel. Fest steht, dass die Hälfte aller europäischen Solarfirmen eine solche Regelung begrüßen würde.

Chinesische Regierung fängt Schulden auf

Schon seit Monaten sammelt die Solarbranche Indizien dafür, dass die chinesischen Firmen ihre Solarmodule weit unter den eigentlichen Herstellungskosten und damit zu Dumpingpreisen anbieten. Die unteren Preise je Kilowattstunde lägen bei den chinesischen Anbieten bei rund 50 Cent, so wenig, dass sich deutsche Firmen nicht vorstellen können, dass daran noch etwas zu verdienen sei. Ermöglicht werden diese Dumpingpreise durch die Unterstützung der Firmen durch die chinesische Regierung. Häufig müssen die Firmen weniger Stromkosten zahlen, bekommen Steuervorteile zugesprochen und vergünstigtes Silizium sowie günstige Konditionen für ihre Kredite oder die Schulden der Firmen werden übernommen.

Um diesen Verstoß gegen die Handelsregeln zu unterbinden, wären Strafzölle eine geeignete Maßnahme. In den USA sind sie schon Gang und Gebe, seit Mai dieses Jahres werden dort Strafzölle zwischen 30 und 250 Prozent auf chinesische Importmodule erhoben.

Ein Solarworld-Sprecher gab am Montag bekannt, dass verschiedene Unternehmen der Branche momentan zusammen an einer Klage arbeiten würden, um sie so bald wie möglich in Brüssel vorzulegen. Das Nachrichtenmagazin Focus berichtete kürzlich, dass sich einer Studie zufolge nur 17 Prozent der europäischen Solarfirmen gegen eine Klage ausgesprochen hätten.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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