Immobilienmarkt | Wohnimmobilien Wohnimmobilienmarkt 2012: Nachfrage wächst weiter

1. August 2012 | von
Wohnimmobilienmarkt Reihenhäuser sind im Vergleich zu Eigentumswohnungen im Quadratmeterpreis recht günstig. Foto: Gerhard Frassa / PIXELIO

Das Angebot auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt sinkt, die Preise steigen. Besonders hoch sind diese einer LBS Umfrage zufolge im Süden und Südwesten Deutschlands.

In Deutschland gibt es ein breitgefächertes und starkes Nachfragewachstum nach privaten Immobilien, wie eine aktuelle Umfrage der Landesbausparkassen (LBS) ergeben hat. Detailliert aufgelistet sind die Ergebnisse in der nun erschienenen Broschüre „Markt für Wohnimmobilien 2012“. Darin sind ausführliche Immobilienpreisspiegel für rund 680 Städte, darunter 80 Großstädte, sowie Kurzanalysen bestimmter Teilmärkte wie Eigenheime oder Bauland sowie die auf dem Markt herrschenden Einflussfaktoren enthalten. Die Broschüre informiert zudem über regionale Preispannen für bestimmte Immobilien und gibt einen Überblick über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hinsichtlich des durchschnittlichen Einkommens und der Sparquote der Deutschen.

Preise für Eigentumswohnungen steigen am meisten

Die Immobilienexperten der LBS prognostizieren einen Preisanstieg von 2 bis 3,5 Prozent bei Wohnimmobilien auf dem deutschen Immobilienmarkt bis zum Jahresende. Zurückzuführen sei der moderate Anstieg auf die fortlaufende Nachfrage bei rückläufigem Immobilienangebot, so ein LBS-Sprecher. Dies sei schon im vergangenen Jahr erkennbar gewesen. Insbesondere wären Städte im Süden und Südwesten Deutschlands von dem Preisanstieg betroffen. Am drastischsten würde der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen ausfallen. Im Vergleich zum Preis von vor zehn Jahren seien die Kosten für einen Quadratmeter dieses Immobilientyps um bis zu zehn Prozent gestiegen.

Bei freistehenden Einfamilienhäusern, die insbesondere bei Familien beliebt sind, konnten die Experten je nach Region große Preisunterschiede feststellen. In München sind sie mit Abstand am teuersten, zehnmal so teuer wie in manchen ostdeutschen Städten mittlerer Größe. Auch im Umland von München sind die Objekte teuer, das Gleiche gilt für Immobilien in Düsseldorf und Umland. Reihenhäuser in Essen, Berlin oder Leipzig gibt es hingegen schon ab 150.000 Euro aufwärts.

Nach Angaben des LBS-Immobilienpreisspiegels ist auch Bauland häufig sehr teuer. In süddeutschen Groß- und Mittelstädten kostet der Quadratmeter um die 300 Euro, im Norden Deutschlands sind es dagegen lediglich 120 Euro je Quadratmeter. Der Osten ist mit rund 70 Euro im Vergleich noch sehr günstig, allerdings gibt es auch einige Großstädte wie Bremerhaven oder Cottbus, in denen Bauland mit einem Quadratmeterpreis zwischen 50 und 100 Euro zu haben ist.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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