Mieten | Sozialer Wohnungsbau Sozialwohnungen: Gefördert und gefordert

2. August 2012 | von
Wohnungsbau Frankfurt investiert rund 100 Millionen Euro in den Wohnungsbau und bezieht auch soziale Projekte mit ein. Foto: Manfred Wehder / PIXELIO

In Deutschland sinken die Zahlen der Sozialwohnungen, doch die Nachfrage ist nach wie vor hoch. Der Mieterbund schätzt den Bedarf an Sozialwohnungen auf 825.000 bis 2017.

Im Zeitraum zwischen 2002 und 2010 ist die Zahl an Sozialwohnungen deutschlandweit um rund 800.000 Wohnungen auf 1.660.000 Wohnungen gesunken. Medienberichten zufolge warnte die Linken-Abgeordnete Caren Lay vor einer Wohnungsnot in Deutschland und fordert nun eine neue Strategie in diesem Bereich. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes werden bis zum Jahre 2017 rund 825.000 Wohnungen in Deutschland fehlen, wenn nicht die Neubauzahlen und -programme drastisch erhöht werden.

Frankfurt geht mit gutem Beispiel voran

Die Stadt Frankfurt am Main will in diesem Jahr rund 100 Millionen Euro in den Wohnungsbau investieren, darunter fallen auch 1.130 neue Sozialwohnungen. Eine lohnende Investition, sind doch die Nettokaltmieten in Frankfurt im letzten Jahr um circa acht Prozent gestiegen, während die Zahl an verfügbaren Sozialwohnungen seit Jahren sinkt. Geplant sind verschiedene Projekte mit einer Kaltmiete von fünf Euro. Verfügen die Neubauten über einen Status als extra energiesparende Passivhäuser, sollen 5,50 Euro Kaltmiete fällig werden. Einen Anspruch auf die Sozialwohnungen haben Personen oder Haushalte, die eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.

Neben dem geplanten Sozialwohnungsbau gibt es auch weitere soziale Projekte in Frankfurt, unter anderem das “Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau”. Auch hier sind rund 100 Neubauten in diesem Jahr geplant, die Gelder bereits zugesagt. Die Einkommensgrenze liegt bei diesem Projekt etwas höher als bei Sozialwohnungen, die Mieten müssen sich zwischen 15 und 35 Prozent unter dem Mietspiegel bewegen.

In diesem Jahr wurden schon über 100 Millionen Euro Fördermittel von der Stadt zugesagt und beantragt. Schätzungen besagen, dass in den kommenden Jahren rund 45 Millionen Euro pro Jahr für soziale Wohnungsbauprojekte benötigt würden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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