Mieten | Mieterhöhung Mieterbund fordert Grenze bei Neuverträgen

8. August 2012 | von

Der Deutsche Mieterbund (DMB) fordert klare Grenzen für Mieterhöhungen bei Neuverträgen. Bisher gab es solche Regelungen nicht.

Bei einer Neuvermietung schlagen Vermieter oft deutlich mehr auf die Miete auf als bei Mieterhöhungen bei schon bestehenden Mietverträgen. Insbesondere in den Metropolen und Ballungsräumen Deutschlands finden sich wegen der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt immer Mieter, die auch überhöhte Mieten zahlen. Das treibt die Mietpreise zusätzlich in die Höhe.

Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes, erklärte den „Ruhrnachrichten“, dass derzeit bis zu 30 Prozent mehr Miete bei Neuvermietungen von den Mietern verlangt werden. Der Mieterbund fordere daher eine gesetzliche Regelung zur Begrenzung von Mieterhöhungen bei einem Mieterwechsel. Der Vorschlag ist, sich wie bei Mieterhöhungen bei bestehenden Mietverträgen an den ortsüblichen Vergleichsmieten zu orientieren. Der Mieterbund will eine Grenze für die Mietpreissteigerung von maximal 10 Prozent über den Vergleichsmieten, um so unangemessene Mieterhöhungen zu unterbinden.

Mietpreise alleine sind nicht das Problem

Die Mieterhöhungen bei Neuvermietungen sind laut Siebenkotten allerdings nicht das einzige Problem. Er hält die Belastung der Mieter durch hohe und steigende Nebenkosten für viel erheblicher. Die überproportional gestiegenen Strom- und Heizungskosten würden die Wohnkosten für viele Haushalte zu einem Problem machen. Bei einem Nettoeinkommen von 1.500 Euro würde die Belastung durch die Wohnkosten schon bei rund 40 Prozent liegen. Davon seien fast die Hälfte aller Haushalte betroffen, erklärte Siebenkotten. Für einkommensschwache Haushalte wird es daher immer schwieriger, eine Wohnung mit einem für sie tragbaren Mietpreis zu finden. Auch die sinkende Zahl der Sozialwohnungen ist hier ein Problem.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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