Mieten | Soziales Wohnprojekt Hilfe statt Miete – Wohnprojekte auf dem Vormarsch

10. August 2012 | von
Wohnen für Hilfe "Wohnen für Hilfe" bringt Leben in die Bude: Wohngemeinschaften aus Jung und Alt sind eher ungewöhnlich, doch sie bringen für beide Seiten viele Vorteile. Foto: Angelina Ströbel / PIXELIO

Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ soll neuen Wohnraum für Studenten in Kiel schaffen und gleichzeitig ältere Menschen unterstützen.

In Schleswig-Holstein soll ein neues Wohnprojekt anlaufen, welches Jung und Alt zusammenführt. In Kiel ist günstiger Wohnraum für Studenten sehr begrenzt, daher kommt das neue Wohnprojekt für Studenten und ältere Menschen wie gerufen. „Wohnen für Hilfe“ soll einen neuen Wohngemeinschafts-Typus (WG) schaffen und in die Wohnlandschaft von Kiel etablieren. Das Studentenwerk in Kiel hat das Projekt ins Leben gerufen und soll nun auch die WG-Partner zusammenbringen. Studenten, die gewillt sind ihre Unterstützung anzubieten und dafür umsonst zu wohnen, können sich ab sofort beim Kieler Studentenwerk melden, genauso wie ältere Personen mit genügend zusätzlichem Wohnraum, die sich vorstellen können mit jüngeren Menschen eine Wohngemeinschaft zu gründen.

Statt mit Geld wird mit Hilfe die Miete gezahlt

Abgerechnet wird ähnlich wie in einem normalen Mietverhältnis. Ein Quadratmeter „kostet“ etwa eine Stunde Hilfe im Monat. Dabei sollen die Studenten nicht als Putzhilfen genutzt werden, sondern ihre älteren WG-Partner im Alltag unterstützen und zum Beispiel einkaufen gehen, sie zum Arzt begleiten oder ab und zu zusammen kochen. Außerdem bezahlen sie ihren Anteil an den Nebenkosten. Wer sich beim Studentenwerk meldet, dem wird ein passender WG-Partner gesucht, damit aus der Zweckwohngemeinschaft eventuell auch eine Freundschaft entstehen kann.

Das Projekt gilt als Pilotprojekt für den Norden Deutschlands und soll auf andere Städte ausgeweitet werden. Auch in anderen Teilen Deutschlands gibt es ähnliche Projekte. In über 10 weiteren Städten, wie zum Beispiel in Siegen und Düsseldorf, München oder Jena.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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