Solarenergie | Solarkrise Niedrige Preise auf dem Weltmarkt setzen der Branche zu – Solarworld macht Verluste

15. August 2012 | von

Die Konkurrenz in China bietet Solartechnik zu Dumpingpreisen an, in Deutschland fallen Fördergelder weg – zwei Gründe, die die Solarfirmen in Bedrängnis bringen.

Die Solarbranchen in Deutschland haben es momentan nicht leicht. Förderungskürzungen durch die Regierung und die niedrigen Preise am Weltmarkt, besonders die Konkurrenz in China, machen sich nun auch bei Solarworld in erheblichen Verlusten bemerkbar.

Solarworld, eine deutsche Solarfirma, hatte sich bisher trotz der Schwierigkeiten gut gehalten, nun muss das Unternehmen starke Verluste melden. Für das Jahr 2012 erwartet die Firma nun einen operativen Verlust, eigentlich hatten Experten mit Gewinnen gerechnet. In den ersten sechs Monaten hätte das Unternehmen Verluste machen müssen, so Solarworld Vorstandschef Frank Asbeck. Das Preisdumping der chinesischen Konkurrenz führe zu erheblichen Preisverfall auf dem Solarmarkt, einer der Gründe für die roten Zahlen der Solarfirma. Doch auch die gesunkenen Fördermittel für Solaranlagen in Deutschland, führen laut Asbeck zu geringeren Nachfragen und verstärken somit die Verluste der Firma. Auch Einbußen von Zinsen und Steuern durch Wertberichtigungen im Umfang von rund 120 Millionen Euro führten im ersten Halbjahr 2012 zu weniger Einnahmen. Insgesamt liegen die Verluste des Unternehmens bei rund 160 Millionen Euro, im Vorjahr konnte Solarworld ein Plus von 22 Millionen Euro verzeichnen.

Kampf gegen die Krise

Um gegen die Dumpingpreise in China angehen zu können, fordert Solarworld Strafzölle für die Firmen. Denn obwohl die chinesischen Konkurrenten selbst nur wenig schwarze Zahlen schreiben, müssen sie nicht Konkurs anmelden, da sie massiv vom Staat unterstützt werden. Nur so können die niedrigen Preise überhaupt zustande kommen. Doch auch im Konzern selbst sollen Änderungen unternommen werden, um die Verluste zu verringern, berichtet T-Online. Das Unternehmen will versuchen die Produktionskosten zu senken. Um Material und somit Kosten zu sparen, sollen neue Technologien in die Produktion eingebunden werden. Außerdem arbeitet Solarworld an ihren Vermarktungsstrategien und an den Serviceleistungen, um sich von der chinesischen Konkurrenz abzuheben. Es wird darüber nachgedacht Komplettlösungen anzubieten. Das heißt, von der Technik, bis zur Montage und den Handwerkern will das Unternehmen seine Solaranlagen in einem Gesamtparket anbieten und so für Kunden attraktiver werden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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