Energie | Energiewende Teure Energiewende: Steigende Kosten durch erneuerbare Energien

16. August 2012 | von
Energiewende Energiewende ist nicht nur Sache des Staates. Jeder Einzelne kann etwas tun. Foto: Thorben Wengert / PIXELIO

Die Preise für Strom, Heizung und Gas sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen, die Energiewende bringt zusätzliche Kosten mit sich.

Energie muss sich jeder leisten können findet der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) Jochen Flasbarth. Die Energiekosten, welche durch die Energiewende weiter anziehen werden, müssten gerechter verteilt werden. Flasbarth fordert eine Verteilung der Stromkosten je nach der konkreten Belastbarkeit der Verbraucher. Wer sich den Strom nicht mehr leisten kann, brauche Unterstützung durch den Staat. Dabei stellt sich Flasbarth vor allem Energieberatungen für die betroffenen Haushalte vor und Unterstützung beim Kauf energiesparender Haushaltsgeräte.

Steigende Mieten – Nebenkosten sind schuld

Die Kaltmieten stiegen in der letzten Zeit nur geringfügig, doch die Warmmieten haben sich im Zeitraum von 1995 bis Mitte dieses Jahres um rund 40 Prozent erhöht. Die Energiekosten stiegen in diesem Zeitraum sogar um über 100 Prozent. Im Schnitt wendet ein Haushalt rund 30 Prozent seiner gesamten Ausgaben für die Miete auf, noch einmal sechs Prozent entfallen auf Energiekosten. Die Nebenkosten, die nichts mit Strom, Heizung oder Gas zu tun haben, stiegen in den letzten Jahren nur moderat an, ähnlich wie die Kaltmieten. Auffällig ist vor allem der Preis für die Energie.

Die Energiewende bringt zusätzliche Kosten für die Verbraucher mit sich. Momentan plant die Regierung die Haftungsrisiken, die aus dem Anschluss der Hochsee-Windparks entstehen auf den Verbraucher umzulegen, berichten die Medien. Ein Verordnungsentwurf des Bundesumweltministeriums sieht vor, die Verbraucher bei Ausfällen der Stromnetze und Störungen zahlen zu lassen. Die Netzbetreiber sollen nur dann für die Ausfälle haften, wenn sie diese durch grob fahrlässiges Handeln selbst verschuldet hätten. Diese Regelung soll bisher nur für bestimmte Windparkunternehmen gelten.

Auch die Umlage von Ökostromkosten, erhöht die Kosten für die Stromkunden. Die Umlagen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien soll im Oktober veröffentlicht werden. Experten gehen von einem Anstieg des Kilowattstundenpreises um mehr als drei Cent aus. Für den Durchschnittshaushalt würde das Mehrkosten von sechs Euro im Monat bedeuten.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu Teure Energiewende: Steigende Kosten durch erneuerbare Energien

  1. lerntux sagt:

    Das ist kompletter Unsinn. Die erneuerbaren Energien sind billiger als alles andere. SIehe auch Feldheim http://www.neue-energien-forum-feldheim.de/ die zahlen nur 16ct je KW/h und das für 10 Jahre garantiert. Wieviel bezahlen die Atom, Kohle Strom Abnehmer ? Ganz zu schweigen von den Subventionen die bei Atomstrom anfallen und alle finanzieren. Endlager oder Gau, alles vom Steuerzahler alleine finanziert. Wenn die Energie natürlich in der Hand von den Großkonzernen bleibt, wirds natürlich teuer. Die wollen nur abkassieren und unsinnige Windräder im Meer bauen.

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