Mieten | Niedrige Mieten Hamburg: 900 Wohnungen von SAGA im Karoviertel gekauft

27. August 2012 | von
Karoviertel In den sanierten Altbauten im Karoviertel steigen die Preise in den nächsten Jahren nur moderat. Foto: Staro1/wikimedia/cc-by-sa3.0

Das Mietpreisniveau im Hamburger Karoviertel soll erhalten bleiben – deshalb werden 900 Wohnungen von der Wohnungsgesellschaft SAGA übernommen.

Die städtische Wohnungsgesellschaft SAGA übernimmt in aus dem städtischen Treuhandbestand der Stadt Hamburg 900 Mietwohnungen im Karoviertel. Der Senat hatte sich in der letzten Woche zu diesem Schritt entschlossen, um das Mietniveau in diesem Quartier weiterhin niedrig zu halten. Seit Anfang dieses Jahres gilt für den Stadtteil St. Pauli eine Erhaltungsverordnung. Sie dient dazu, die Bewohner des Stadtteils vor Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen zu schützen.

Durch den Verkauf der 900 Mietwohnungen im Karoviertel an die SAGA sollen die Mietpreise längerfristig auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Die Stadt verkauft die Wohnungen nur unter klar abgesteckten Bedingungen: Den Mietern wird zugesichert, dass die Mieten von nun an jahrzehntelang nur sehr moderat ansteigen werden, manche der Wohnungen haben die Begrenzung auf moderaten Mietanstieg sogar bis 2042. Stadtrat Michael Sachs glaubt, dass die Mieten im Karoviertel Mitte dieses Jahrhunderts ungefähr der Hälfte des durchschnittlichen Mietniveaus in Hamburg entsprechen würden. Auf Grund der Sanierungen der Häuser waren Mietpreisgrenzen festgesetzt worden. In den nächsten Jahren fallen zwar einige Wohnungen aus diesen Regelungen raus, doch die Mieten dürfen nur um zehn Prozent in drei Jahren steigen – üblich sind 20 Prozent.

Mieten liegen weit unter Mietspiegel

Die Mieten im Karoviertel liegen derzeit weit unter dem offiziellen Mietspiegel der Hansestadt. Für die modernisierten Altbauwohnungen könnten nach dem Stand des aktuellen Mietspiegels in Hamburg acht Euro pro Quadratmeter und mehr verlangt werden, doch die Mieter zahlen derzeit weniger als fünf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter.

Die SAGA kauft die Wohnungen für 80 Millionen Euro, der Kauf wird ab 2014 geltend gemacht. Im Verlauf der Überlegungen über die Verfahrensweise mit dem Karoviertel hatten sich Hausbewohner zusammengetan und 50 Millionen Euro als Kaufpreis geboten. Zwar hat sich die Stadt dagegen entschieden, doch sei es wohl möglich, dass einzelne Häuser von der SAGA an die Mieter verkauft würden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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