Energie | Energiewende Abwrackprämie für Energiefresser geplant

5. September 2012 | von

Um den Austausch von Elektrogeräten mit hohem Stromverbrauch voranzutreiben, schlagen der Umweltverband BUND und die Grünen eine Abwrackprämie für Elektrogeräte vor.

Eine Abwrackprämie für altersschwache Elektrogeräte mit schlechter Energieeffizienz fordern die Grünen und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Viele Haushalte besitzen noch Elektrogeräte, die deutlich mehr Strom verbrauchen als moderne Geräte, die derzeit auf dem Markt sind. Um den Austausch dieser Stromfresser anzuschieben, könnte nach Ansicht von BUND und Bündnis 90/Die Grünen eine Abwrackprämie die Lösung sein. Eine staatliche Prämie für den Austausch von alten Geräten durch moderne Apparate würde nach den Vorstellungen vom BUND wie folgt ausfallen: Tauscht ein Haushalt beispielsweise ein altes Kühlgerät gegen ein neues der höchsten Effizienzklasse aus, werden die Entsorgungskosten vom Staat übernommen und zusätzlich 200 Euro gezahlt.

BUND schlägt Pilotprojekt vor

Der BUND schlägt vor, zunächst ein Pilotprojekt für 100.000 Haushalte zu starten. Außerdem sieht das Konzept des Umweltverbandes vor, das Förderprogramm eventuell nur auf einkommensschwache Haushalte zu beschränken, die von den hohen Strompreisen am meisten betroffen sind. Mit einer Kopplung an eine Energieberatung für die Haushalte, die die Abwrackprämie erhalten, könnte der Nutzen des Projektes noch einmal gesteigert werden.

Die Grünen befürworten eine Abwrackprämie, allerdings weisen sie auf die Rahmenbedingungen hin, die erfüllt werden müssen, damit das Ziel – das Voranbringen der Energiewende – durch das Projekt unterstützt würde. Es müsse sichergestellt werden, dass nur wirklich alte Geräte ausgemustert werden, erklären die Grünen. Außerdem mache das Projekt nur Sinn, wenn die Altgeräte tatsächlich vom Markt genommen und verschrottet beziehungsweise recycelt würden.

Die CDU hingegen sprach sich gegen eine Abwrackprämie aus und kritisiert, dass funktionstüchtige Geräte verschrottet werden sollen. Generell haben auch BUND und Grüne noch keine genauen Kriterien vorgelegt, nach welchen ein neues Gerät mehr Sinn macht als das alte, da sich die verfügbaren Elektrogeräte frühestens nach zwei Jahren rentieren. Geräte der höchsten Effizienzklasse verbrauchen momentan etwa ein Fünftel der Energie eines zehn Jahre alten Elektrogerätes, bei der Herstellung der neuen Geräte wird allerdings so viel Energie wie in zehn Jahren Benutzung verbraucht.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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