Mieten | Wohnungsmieten in Berlin Berliner Mietpreise: Neukölln wird immer teurer

26. Oktober 2012 | von
Mieten in Neukälln steigen: Selbst einstige Problemviertel werden deutlich Mieten in Neukälln steigen: Selbst einstige Problemviertel werden deutlich teurer. Foto: Lutz Reimann / pixelio.de

Das Wohnen in der Hauptstadt ist schon lange nicht mehr so günstig noch vor einigen Jahren. Durchschnittlich sind die Berliner Mieten im vergangenen Jahr um 8 Prozent gestiegen – und selbst einstige Problemkieze werden langsam teuer.

Waren die Mieten bei neu abgeschlossenen Verträgen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 5 Prozent gestiegen, so legten sie 2012 sogar um 8 Prozent zu. Die Preissteigerungen betreffen dabei nicht mehr nur bestimmte Stadtteile, sondern seit diesem Jahr beinahe flächendeckend das gesamte Stadtgebiet. Das geht aus dem Immobilienpreisservice 2012/2013 hervor, den der Immobilienverband IVD Berlin-Brandenburg vergangene Woche vorgelegt hat.

Zum Stichtag 1. Oktober 2012 erfasst die Studie Preisspannen und Ertragsfaktoren für Wohn- und Gewerbeimmobilien in Berlin und Brandenburg und differenziert dabei bis auf Bezirksebene. Außerordentliche Steigerungen hatte dabei der Bezirk Neukölln zu verzeichnen. Im einstigen Problemkiez stiegen die Mieten im Jahr 2012 teilweise um 40 Prozent auf 12,50 Euro monatlich pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten. Und auch in Friedrichshain-Kreuzberg wird bezahlbarer Wohnraum immer mehr zum Luxusgut: Die Spitzenmieten stiegen hier mit mehr als 20 Prozent auf 13,50 Euro.

Wer Mietwohnungen in der Hauptstadt sucht, muss jedoch nicht verzweifeln. Nach wie vor biete Berlin – insbesondere im gesamtdeutschen Vergleich – ausreichend bezahlbaren Wohnraum, erklärt Dirk Wohltorf, Vorstandsvorsitzender des IVD Berlin-Brandenburg. In sechs der zwölf Berliner Bezirke gebe es in den Standardlagen noch Mieten unter 5 Euro pro Quadratmeter, in weiteren fünf Bezirken lägen die Einstiegsmieten zwischen 5 und 6 Euro pro Quadratmeter. Lediglich in Charlottenburg-Wilmersdorf müssten mindestens 6 Euro pro Quadratmeter in die Nettokaltmiete investiert werden. Von einer Mieten- und Preisexplosion könne daher keine Rede sein, so Wohltorf. In den nächsten Jahren muss seiner Ansicht nach jedoch bezahlbarer Wohnraum gesichert werden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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