Energie | Stromkosten Strompreise steigen 2013 auf Rekordniveau

29. Oktober 2012 | von

Verbraucher müssen für das kommende Jahr mit höheren Stromkosten rechnen. Auf durchschnittlich 13 Prozent werden sich die Mehrkosten pro Haushalt summieren. Neben der EEG-Umlage sind es vor allem höher Netzkosten, die Preise steigen lassen.

Die Übertragungsnetzbetreiber kündigten bereits Mitte Oktober an, dass die Strompreise 2013 aufgrund der EEG-Umlage deutlich anziehen werden. Die Umlage wird im kommenden Jahr um 50 Prozent angehoben. Kunden zahlen dann für jede verbrauchte Kilowattstunde zusätzlich rund 5,28 Cent für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Netzkosten treiben die Preise zusätzlich an

Doch es ist nicht nur der Ausstieg aus der Atomkraft, der die Verbraucher teuer zu stehen kommt. Laut dem Internet-Vergleichsportal Verivox sollen auch die Gebühren für die Stromübertragung im kommenden Jahr in die Höhe schnellen. Die Netzbetreiber erhöhen die Kosten demnach im um durchschnittlich 10 Prozent. Spitzenreiter in Sachen Preiserhöhung sind die DREWAG mit 24 Prozent und die Gemeindewerke Nüdlingen mit 27 Prozent.

Grund für die massiven Preiserhöhungen sind nach Angabe der Netzbetreiber Mehrkosten für den Anschluss von Erzeugungsanlagen. Dass diese Mehrkosten auf den Verbraucher umgelegt werden, sei zwangsläufige Konsequenz, da der Kostenanteil von Beschaffung, Vertrieb und Marge rund ein Viertel der Strompreises ausmache, sagte Energieexpertin Dagmar Ginzel gegenüber Verivox . Dennoch seien die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern enorm, so Ginzel.

Oftmals loht sich ein Anbieterwechsel

Wer bereits jetzt von seinem Stromanbieter über Preiserhöhungen informiert wird, sollte deswegen über einen Wechsel nachdenken. Nach Angaben von Verivox lassen sich so im Durchschnitt 370 Euro sparen. Flattert eine Kostenerhöhung in Haus, hat der Kunde außerdem ein Sonderkündigungsrecht. Macht er von diesem keinen Gebrauch, müssen die Mehrkosten zunächst getragen und die vertraglich geregelte Kündigungsfrist eingehalten werden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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