Wohnen | Pendeln zum Arbeitsplatz Zentrale Wohnlage wird immer wichtiger

7. November 2012 | von
Stau Immer weniger Arbeitnehmer sind bereit sich täglich durch die Rushhour zu quälen. Foto: Petra Bork / PIXELIO

Der Trend „zurück in die Stadt“ macht sich derzeit nicht nur durch steigende Mieten und Wohnungsnot in begehrten Innenstadtlagen deutscher Großstädte bemerkbar, auch zwei Studien eines großen deutschen Immobilienportals bestätigen: Die Bereitschaft an den Arbeitsplatz zu pendeln sinkt. Dementsprechend wichtig ist eine zentrale Wohnlage.

Jeden Zweiten belastet das tägliche Pendeln, wie aus einer gestern veröffentlichten Studie des Immobilienportals immowelt.de hervorgeht. Aus diesem Grund sind deutlich mehr Menschen als in der Vergangenheit dazu bereit, ihren Wohnsitz in die Nähe ihres Arbeitsplatzes zu verlegen, wie eine kurz zuvor veröffentlichte Studie zeigt.

Während die Schmerzgrenze der täglich zu pendelnden Distanz 2010 noch bei 98 Kilometern lag, sank diese in der aktuellen Umfrage auf 71 Kilometer. Geringere Entfernungen als 70 Kilometer werden durchaus in Kauf genommen. Wie aus den Studienergebnissen hervorgeht, legen trotz hoher Belastung zwei Drittel der Deutschen nach wie vor von Bett zu Schreibtisch einen Weg von bis zu 50 Kilometern zurück.

Vor allem soziale Faktoren erhöhen die Pendelbereitschaft

Wie groß die Bereitschaft zum Pendeln ist, hängt dabei vor allem mit sozialen Faktoren wie Familie und Freunden zusammen. Diese spielen für 61 Prozent eine ausschlaggebende Rolle. Weitere wichtige Faktoren, die die Toleranz bei langen Anfahrtswegen erhöhen, sind die Liebe (44 Prozent) und finanzielle Gründe (49 Prozent).

Ältere Menschen nehmen längere Anfahrtswege in Kauf als junge

Korrespondierend zu diesen Ergebnissen, stellte die Vormonatsstudie fest, dass ältere Menschen (Gruppe der 31- bis 50- Jährigen) eher bereit sind, große Distanzen in Kauf zu nehmen als jüngere, besonders wenn eine familiäre Bindung an den Wohnort besteht. Ein weiterer Faktor, der auch in Zukunft eine zunehmend große Rolle bei der sogenannten „Reurbanisierung“ spielen wird, sind die steigenden Kraftstoffpreise; immerhin 58 Prozent der deutschen Pendler sind auf Auto oder Motorrad angewiesen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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