Immobilienmarkt | Maklerverband Immobilienverband fordert Politik auf, Regeln für Makler zu verschärfen

9. November 2012 | von
Justitia Justitia soll's richten: Der IVD fordert eine gesetzlich Verankerung von Qualitätsstandards für Makler. Foto: Oliver Weber / PIXELIO

Bevor Maklern und Verwaltern in Zukunft eine Gewerbeerlaubnis erteilt wird, müsse deren Qualifikation härter auf den Prüfstand gestellt werden. Die Basis dafür soll der Gesetzgeber schaffen, so der Maklerverband IVD.

Die Forderung einer härteren Qualifikationskontrolle stellte der Immobilienverband Deutschland (IVD) in einer Pressemitteilung am vergangenen Montag. Zur Begründung sagte IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling: „Die Aufgaben und die Verantwortung der Makler und Verwalter steigen zunehmend und sind in den letzten Jahren so umfangreich geworden, dass eine gewisse Marktkenntniss und Kompetenz zwingend sind.“

Gewerbeerlaubnis allein reicht nicht aus

Bislang genügt die Erteilung einer Gewerbeerlaubnis als Voraussetzung für die Gründung eines Maklerbüros oder einer Immobilienverwaltung. Ginge es nach dem IVD, hätte sich das bereits geändert. Seit Jahren fordere der Verband die gesetzliche Verankerung eines Sach- und Fachkundignachweises, so Kießling. Seitens der Politik stieß dieses Anliegen bislang auf wenig Resonanz; das Bundeswirtschaftsministerium begründet sein Ablehnen mit der freien Wahl des Berufes. Widersprüchlich sei jedoch eine erst kürzlich erlassene Regelung, die besagt, dass ab dem 1. Januar 2013 Finanzmakler einen Qualifikationsnachweis erbringen müssen.

IVD fordert die verbindliche Teilnahme an einem IHK-Lehrgang

Nach Ansicht des IVD muss, wer den Makler- oder Verwalterberuf ausüben will, neben einer kaufmännischen Ausbildung auch einschlägige Branchen-Kenntnisse und die Teilnahme an einem zertifizierten Lehrgang bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorweisen. “Makler und Verwalter ohne eine Ausbildung sollten mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Branche, plus das IHK-Zertifikat vorweisen”, fordert Kießling. Diese Voraussetzungen sind nach Auffassung des IVD notwendig, um einen besseren Verbraucherschutz zu gewährleisten.

Verbandsintern werden bereits Standesrichtlinien erarbeitet. Wer beim IVD-Mitglied werden will, muss bereits jetzt eine Aufnahmeprüfung bestehen, in der branchenrelevantes Wissen abgefragt wird. Zudem müssen alle Mitglieder beim Eintritt in den Verband eine Betriebshaftpflicht und eine Vermögensschadenshaftpflicht abschließen.

Eine weitere Forderung des Verbandes ist es, die Textform des Maklervertrags gesetzlich festzulegen. Dies könne Konflikte zwischen Kunden und Immobilienfirmen vermeiden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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