Gewerbeimmobilien | Grüne Gebäude Nachhaltigkeit: Frankfurt Spitzenreiter in Sachen „Grüne Immobilien“

30. November 2012 | von

Frankfurt am Main löst München als Standort mit den meisten grünen Gebäuden ab. Vor allem Büroimmobilen werden besonders häufig zertifiziert. Das hat eine Recherche des Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) nun ergeben.

In Frankfurt am Main stehen 50 zertifizierte, vorzertifizierte oder registrierte sogenannte „Grüne Immobilien“, ermittelt JLL. Der Vorjahressieger des Nachhaltigkeitsrankings München folgt dicht dahinter mit immerhin 48 solcher Gebäude. Auch bei dem Gesamtbüroflächenbestand liegt die Mainmetropole mit 8 Prozent vor München mit einem Anteil von 3 Prozent. Die Bundeshauptstadt Berlin platziert sich mit einem Prozent Green-Building-Bürofläche.

Für 2015 erwartet Ingo Weiß, Leiter des Real Estate Advisory Services JLL, dass sich mehr als ein Drittel der jährlich fertiggestellten Büroflächen in Frankfurt in Green Buildings finden werden. Auffällig ist, dass die meisten Immobilien in der hessischen Großstadt bereits zertifiziert sind. In dieser Hinsicht seien sie laut des JLL bundesweiter Spitzenreiter.

Büro top, Wohnen Flop

Zertifiziert werden hauptsächlich Büroimmobilien, in Frankfurt sind es bereits 42 solcher Gebäude. Von diesen sind in Frankfurt 42 Gebäude zertifiziert. Abgeschlagen sind der Handel sowie die Logistik mit je zwei Objekten, bei Wohnimmobilien ist sogar nur ein Gebäude zertifiziert. An dieser Entwicklung wird noch gearbeitet, vor allem in Hinblick auf die Tatsache, dass sich auch die Zertifizierung von Bestandsimmobilien lohnt. Hier ist vor allem das Gebäude der Deutschen Bank im Fokus, das zu einem Green Building saniert werden soll. Die meisten Grünen Immobilien finden sich demnach in der Innenstadt. Hier stehen 22 der zertifizierten Green Buildings. Allmählich werden laut JLL jedoch auch die äußeren Gebiete interessant. So finden sich grüne Objekte etwa auch in der Bürostadt Niederrad und am Flughafen.

Teure Zertifizierung

Bei den Zertifikaten handelt es sich um ein Vermarktungsinstrument, meint Weiß. Allerdings wirke es gegenwärtig nur bei börsennotierten Unternehmen, die ohne ein solches Zertifikat leicht aus dem Raster fallen. Dabei ist der Zertifizierungs-Prozess nicht billig: Bei Neubauvorhaben belaufen sich die Kosten auf 75.000 bis 100.000 Euro und bei Bestandszertifizierungen immerhin noch auf 50.000 bis 75.000 Euro. Auch sei das Konzept des Green-Lease in Deutschland noch nicht angekommen. Bei Kreditverhandlungen mit Banken wird zwar zumeist nach Zertifikaten gefragt, aber diese haben keinerlei Auswirkungen auf den Zinssatz. Dennoch bemerkt Weiß, dass prominente Neubauentwicklungen und Sanierungen nur noch mit Zertifikat angegangen werden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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