Energie | Energiekosten Richtig heizen will gelernt sein: Geld sparen und Schimmel vorbeugen

5. Dezember 2012 | von
Heizung Gute Fenster und regelmäßige Wartung, sind genauso wichtig wie richtig zu lüften. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Am ersten Dezember war meteorologischer Winteranfang. Mit der kalten Jahreszeit steigt die Heizkostenrechnung wieder an. Wie Kosten eingespart und Schimmelbildungen vermieden werden können, darüber informiert der Immobilienverband Deutschland (IVD).

Wer richtig lüftet, kann nicht nur bares Geld sparen, sondern vermeidet auch Feuchtigkeitsschäden und Schimmel, so das Credo der Heiztipps des IVD. Konkret sei dabei zu beachten, dass beispielsweise die Fenster nicht dauerhaft gekippt bleiben sollen, sondern zum Stoßlüften für wenige Minuten komplett geöffnet werden. So wird für einen schnellen Austausch der Luft gesorgt, ohne dass die Wände dabei auskühlen. Wer stattdessen das Fester dauergekippt lässt, verschwendet nicht nur Energie, sondern riskiert auch Schimmelbildung. „Wenn warme Raumluft auf eine kalte Wand trifft, bildet sich Kondenswasser an der Wand. Dort entsteht dann ein idealer Lebensraum für Schimmelpilze“, erklärt Ulrich Löhlein, Leiter Servicecenter Hausverwaltung im IVD. Im Kalten sitzen muss dennoch niemand, 10 bis 15 Minuten Stoßlüften sind bereits ausreichend, sagt der Experte.

Türe zu es zieht: Innentüren sollten geschlossen gehalten werden

Vermieden werden sollte außerdem, einen Raum durch einen anderen mitzuheizen. Innentüren sollten also immer geschlossen bleiben, wird die Heizung im Wohnzimmer beispielsweise aufgedreht, während das Schlafzimmer unbeheizt bleibt. Wird dies nicht beachtet, schlägt sich die warme Luft aus dem beheizten im unbeheizten Raum nieder und es bildet sich Kondenswasser.

Temperatur konstant halten

Doch nicht nur auf das richtige Lüftverhalten kommt es an, auch beim Heizen an sich können Fehler gemacht werden. „Einer der teuersten Fehler, die man beim Heizen machen kann, ist die Wohnung erst aufzuheizen und dann wieder runterkühlen zu lassen“, sagt IVD-Experte Löhlein. Stattdessen empfiehlt er, die Temperatur auf einem konstanten Niveau zu halten. Ideal ist dabei eine Raumtemperatur von 20 °C bis 22 °C im Wohnbereich, 18 °C bis 20 °C in der Küche und 16 °C bis 18 °C im Schlafzimmer. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Heizung frei steht, also nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt wird, und keine Zugluft durch undichte Fenster entsteht.

Regelmäßiges Warten ist unerlässlich

Neben den Alltagstipps ist es besonders wichtig, die Heizung regelmäßig warten zu lassen. Dies beinhaltet das Entlüften und Kontrollieren des Flüssigkeitsstandes. Um dabei zu umgehen, dass beim Entlüften Wasser austritt, solle das Warten dem Hausmeister überlassen werden. Wenn nicht genügend Wasser in der Heizung ist, führt dies zu einem Druckabfall in den Rohren. Das Wasser kann dann nicht mehr optimal fließen und die Heizung wird nicht richtig warm.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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