Mieten | Teurer Wohnraum Wohnungsnot: Was 2012 diskutiert wurde soll 2013 bekämpft werden

31. Dezember 2012 | von

Nachdem es vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2012 vermehrt zu Protesten wegen hohen Mieten, und Wohnungsmangel in deutschen Großstädten gekommen war, forderte die Bundesregierung die Länder zum Ende des Jahres auf, Maßnahmen gegen die steigenden Mieten und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu ergreifen. Die Länder erhalten jährlich 518 Millionen Euro zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus.

Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Länder aufgefordert, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Er appelliert an die Vertreter ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden und mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Der Deutsche Mieterbund (DMB) schlägt bereits Alarm. In Großstädten wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Experten sprechen sogar von einer echten Wohnungsnot. Besonders junge Familien, Rentner, einkommensschwache Haushalte und Normalverdiener finden nur schwer eine bezahlbare Bleibe.
So fehlen nach Schätzungen des Verbands in Deutschland etwa 250.000 Mietwohnungen. Zwischen 2002 und 2010 sank die Zahl der Sozialwohnungen um etwa ein Drittel von knapp 2,5 Millionen auf knapp 1,7 Millionen. Die Mieter müssen demnach immer mehr ihres Haushaltsnettoeinkommens für Mieten und Nebenkosten ausgeben. Nach Angaben des DMB liegt der Wert bereits bei mehr als ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens pro Mieter.

Ramsauer weigert sich von Wohnungsnot zu sprechen

Ramsauer hingegen will von einer sogenannten Wohnungsnot nichts wissen. Bund, Länder und Kommunen würden erhebliche Haushaltsmittel aufwenden, um sich der Wohnungsnot entgegenzusetzen. “Für das Wohngeld und die Übernahme der Kosten der Unterkunft im Rahmen der Grundsicherung stehen insgesamt 17 Milliarden Euro bereit, damit Menschen mit kleinem Einkommen anständig wohnen können”, so Ramsauer.

Wegen großer regionaler Unterschiede im Mietmarkt plädierte Ramsauer allerdings für gezielte Aktionen. So sollen in den Großstädten wie zum Beispiel Berlin, München und Hamburg besondere Maßnahmen geltend gemacht werden. Dennoch besteht Hoffnung: So zieht die Bautätigkeit laut Ramsauer wieder an und ist von 2010 auf 2011 um zwölf Prozent bei den Fertigstellungen und um 20 Prozent bei den Baugenehmigungen gestiegen.

Wohnungen werden nicht nur knapp sondern auch teuer

Doch nach Schätzungen des Deutschen Mieterbunds fehlen in Deutschland rund 250.000 Mietwohnungen. Im neuen Wohn- und Immobilienwirtschaftsbericht des Bundesbauministeriums warnt die Regierung bereits vor einem Wohnungsmangel in Deutschland. SPD-Bundestagsabgeordnete kritisieren ebenfalls Bundesbauminister Ramsauer. Er schaue tatenlos zu, wie Menschen mit geringem Einkommen aus ihren Wohnungen vertrieben werden, weil sie sich die Wohnung nicht mehr leisten können, heißt es aus den Kreisen der SPD.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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