Immobilienmarkt | Betongold Immobilien als Finanzanlage 2013 weiterhin hoch im Kurs

7. Januar 2013 | von
berlin fernsehturm Trotz steigender Nachfrage und Preise nach Wohneigentum in vielen deutschen Großstädten sehen Experten bislang keinen Anlass zur Besorgnis. Foto: pogobuschel / PIXELIO

Finanzexperten gehen davon aus, dass auch in diesem Jahr das Interesse an Immobilien in Deutschland ungebrochen sein wird. Zu einer „Überhitzung“ der Märkte könnte es dabei in gefragten Städten wie Berlin oder Hamburg kommen.

Zum Thema äußerten sich sowohl Vertreter des Immobilienunternehmen GSW als auch des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Obwohl das Wort der Immobilienblase nicht fällt, sprach Sparkassenpräsident, Georg Fahrenschon gegenüber dem „Tagesspiegel“ von einer möglichen „Überhitzung“ des Immobilienmarktes in besonders gefragten Gebieten. Grund dafür sei unter anderem die starke Nachfrage auf dem deutschen Immobilienmarkt von ausländischen Investoren.

GSW-Vorstandschef sieht lediglich starke Nachfrage

Weniger drastisch schätzt hingegen der Vorstandschef der Berliner Wohnungsbaugesellschaft GSW, Thomas Zinnocker, die Lage ein. Eine Immobilienblase sehe er nicht, sagte Zinnocker gegenüber der “Welt am Sonntag”.

Anzeichen für die Entwicklung einer Blase ist einerseits, dass die Kaufpreise deutlich schneller steigen als die Mieten. Andererseits werden durch extrem günstige Zinsen immer mehr Immobilienkredite vergeben. Beides trifft für einige Städte in Deutschland bereits zu. Dennoch sehen die Experten keinen Anlass zu Besorgnis, sondern lediglich ein Nachfragehoch.

Auch Binnennachfrage weiter steigend

Korrespondierend zur Einschätzung der Experten zeigt auch eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), dass 2013 bei inländischen Investoren Wohneigentum die beliebteste Geldanlage ist. Demnach sind für 46 Prozent aller Befragten Immobilien die attraktivste Geldanlage in 2013. Noch im Vorjahr gaben lediglich 17 Prozent der Befragten bei der Umfrage an, Immobilien seien für sie die beste Geldanlage.

Der Grund für die derzeit große Nachfrage nach Immobilien ist laut Umfrageergebnis die Risikoaversion deutscher Anleger: Die Umfrage ergab, dass 86 Prozent der Männer und 96 Prozent aller Frauen kein Risiko bei der Anlage ihres Geldes eingehen wollen. An Beliebtheit gewannen neben Immobilien dementsprechend weitere als sicher geltende Geldanlagen wie Gold (2013: 30 Prozent; 2012: 9 Prozent), und Festgeldkonten (2013: 45 Prozent; 2012: 38 Prozent). Die Anzahl jener Anlager, die in Fonds investieren würden, sank hingegen gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt, von 24 Prozent 2012 auf 23 Prozent 2013.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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