Energie | Erneuerbare Energien Thüringer SPD will Energiewende auf Wärmeversorgung ausweiten

7. Februar 2013 | von

Energie ist nicht nur Strom – so sieht das die SPD in Thüringen und will daher auch die Wärmeversorgung in die Energiewende einbeziehen. Dazu brachte die Partei eine Gesetzesinitiative im Landtag ein. Wenig begeistert vom Vorstoß des Koalitionspartners zeigt sich die CDU, die das Vorhaben bislang strikt ablehnt.

Konkret sieht die SPD-Initiative beispielsweise vor, dass die Verbraucher bis 2025 auch bei der Wärmeversorgung einen Mindestanteil aus Erneuerbaren Energien beziehen sollen. Zudem wollen die Sozialdemokraten die Betreiber von Wärmeleitungen verstärkt in die Pflicht nehmen. Diese sollen mehr Zugänge für regenerative Energien im vorhandenen Netz schaffen. Auch die Kommunen sollen in die Pläne intrigiert werden: Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern sollen dazu analysieren, wo Energie eingespart oder effizienter genutzt werden kann.

SPD vs. CDU – die Koalitionspartner im Zwist

Mit diesen Neuerungen will die SPD die Energiewende in Thüringen auch zu einer solchen machen, schließlich gehöre nicht nur Strom zur Energie, so die Argumentation. Der perspektivische Energieverbrauch würde damit sogar gesenkt, denn die billigste Energie sei noch immer die, die nicht verbraucht wird, erklärte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Frank Weber gegenüber dem Regionalberichterstatter „Deutschland today“.

Die CDU wehrte das Vorhaben des Regierungspartners zuvor vehement ab: Die privaten Haushalte könnten keine weiteren Belastungen mehr stemmen, sagte CDU-Bauexpertin Christina Tasch im Erfurter Landtag. Solchen Äußerungen sind in den Augen Webers schlichtweg Polemik, mit denen die Ängste der Hausbesitzer geschürt würden. Die Union habe den tieferen Sinn der Energiewende scheinbar nicht verstanden, entgegnete Weber weiter.

Preistreiber sind auf lange Sicht die fossilen Energien

Damit Energie auf lange Sicht nicht zum Luxusgut werde, sei es unbedingt nötig, die Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. Denn die eigentlichen Preistreiber seinen nicht die regenerativen Energien, sondern die langsam zur Neige gehenden fossilen Brennstoffe, schließt Weber seine Argumentation.

Um die Pläne in die Tat umzusetzen, sei es wichtig, dass sich die Koalitionsparteien in Erfurt einig werden. Geschieht dies nicht, so könnten die Bemühungen seitens der SPD im Keim ersticken.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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