Immobilienmarkt | Immobilienpreise Immobilienmarkt Europa: Deutschlands Immobilien sind begehrt

18. März 2013 | von
Dubai Immobilienmarkt Europa: Deutschlands Immobilien sind begehrt. Foto: M. Hermsdorf / PIXELIO

Europas Immobilienmärkte sind durch die Krise in Mitleidenschaft gezogen, das Interesse der Investoren ist verhalten. Deutschland zeigt sich weiterhin als attraktiver Standort – mit Folgen für Preise bei Wohnungen und Häusern.

2012 sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland um 2,2 Prozent angestiegen. Das ist das Ergebnis des globalen Hauspreis-Index des britischen Immobilien-Beratungsunternehmen Knight Frank, nach dem die Preise weltweit sogar um durchschnittlich 4,3 Prozent in die Höhe geklettert sind.

Unter den Besten in Europa

In den meisten europäischen Ländern sind die Preise für Wohnimmobilien jedoch deutlich zurückgegangen. Deutschland bildet zusammen mit Belgien, Finnland und Österreich eine Ausnahme: In allen diesen Ländern konnte im vierten Quartal 2012 ein Anstieg verbucht werden. Deutschland ist mit 2,2 Prozent das Schlusslicht: In Belgien wuchsen die Preise um 2,4 Prozent und in Finnland sogar um 3,7 Prozent an. Österreich gilt bei Immobilieninvestoren als absoluter Topstandort in Europa. Hier wurde ein Anstieg von 10,1 Prozent verbucht.

Es ist keine Überraschung, dass Österreich auch im weltweiten Vergleich, bei dem sie den sechsten Platz belegen, gut dasteht. Seit der Finanzkrise konnte das deutsche Nachbarland, ähnlich wie die Schweiz, durchgängig Preisanstiege verzeichnen. In Europa steht das Land damit allerdings fast alleine da.

Europa bricht weg

Gerade in Südeuropa erholen sich die Preise für Immobilien derzeit nicht. In Griechenland ist zudem seit längerer Zeit ein Abwärtstrend sichtbar, ohne dass sich eine Besserung abzeichnet. 2012 fielen die Preise um 13,3 Prozent. Damit folgt das Land einem europäischen Trend, denn auch in Spanien, Irland und selbst den Niederlanden sind sinkende Preise zu beobachten. Von den 20 Ländern, in denen die Preise zurückgegangen sind, kommen 19 aus Europa und bilden damit die absolute Mehrheit, betont Kate Everett-Allen, Analystin des Knight-Frank Unternehmens in der „Welt“.

Zumindest zeigen sich laut der Expertin aber für einige Länder erste Verbesserungen: Lag der Preisrückgang für irische Wohnimmobilien 2011 noch bei 16,7 Prozent, wurde 2012 nur ein vergleichsweise geringer Rückgang von 4,5 Prozent verzeichnet.

Asien liegt vorne, die USA erholt sich

In den USA erholt sich der Immobilienmarkt allmählich –Die Preise für Wohnimmobilien sind um 7,3 Prozent in die Höhe geklettert. Seit 2006 konnte die USA keinen derartigen Zuwachs verbuchen.

Anders hingegen in Asien. Der Kontinent wartet wie bereits in den vergangenen Jahren mit den höchsten Preisanstiegen auf. In Hongkong, dem Spitzenreiter, lag der Zuwachs bei 23,6 Prozent. Dort wird bereits von der Regierung versucht, die hauptsächlich chinesischen Investoren durch zusätzliche Grundeigentumssteuern auf Distanz zu halten.

Infografik: Die weltweiten Preisveränderungen bei Wohnimmobilien

Die Grafik zeigt die aktuellen Preisveränderungen bei Wohnimmobilien im vierten Quartal 2012 auf. Deutschland liegt mit 2,2 Prozent Preissteigerung auf dem 27. Platz. Quelle: Knight Frank Global House Price Index




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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