Nebenkosten sparen: So kann die „zweite Miete“ reduziert werden

24. März 2013 | von
So können Nebenkosten gestenkt werden. So können Nebenkosten gestenkt werden. Foto: Daniel Gast / PIXELIO

Nicht umsonst wird oft von einer zweiten Miete gesprochen: Nebenkosten, die etwa Strom, Gas und Wasser beinhalten, können die Haushaltskasse stark belasten – kein Wunder, erreichen die Preise für Energie immer neue Höchststände. Dabei können mit ein paar Tricks einige Kosten eingespart werden, ohne dabei auf Komfort zu verzichten.

Heizkosten reduzieren

Die Nebenkostenabrechnung besteht aus verschiedenstens Posten – zum Teil können diese kaum beeinflusst werden (zum Beispiel bei Müllgebühren), einige Rechnungsposten können Mieter und Eigentümer aber sehr wohl durch ihr Verhalten beeinflussen. Ein wichtiger Punkt ist die Heizenergie. Niemand will in einer kalten Wohnung leben, aber gerade in Zimmern, in denen man sich nicht ständig aufhält, können gut Nebenkosten eingespart werden. Schließlich muss dort die Heizung nicht die ganze Zeit auf vollen Touren laufen – nur ein Grad Temperatur weniger spart etwa sechs Prozent der Heizkosten ein. Auch auf das richtige Lüften muss unbedingt geachtet werden. Keinesfalls sollte etwa bei laufender Heizung lange Zeit das Fenster gekippt sein. Ratsam ist es hingegen, im Winter mindestens zweimal täglich etwa fünf bis zehn Minuten Stoß zu lüften. Was viele außerdem nicht wissen: Bei Abwesenheit sollte die Heizung niemals ganz ausgestellt werden, denn häufiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist teurer als wenn einfach eine abgesenkte Durchschnittstemperatur gehalten wird. Werden die Räume unterschiedlich stark geheizt, sollten die Innentüren zudem geschlossen bleiben. Doch aufgepasst: Neubauten und viele neu renovierte Altbauten haben zwar eine sehr gute Dämmung, sind in der Konsequenz aber auch luftdicht. Das bedeutet, es kommt kaum Kälte rein, dafür allerdings auch kaum Feuchtigkeit hinaus. Die Räume sollten deshalb häufiger stoßgelüftet werden, damit sich kein Schimmelpilz bilden kann und das Betriebskosten sparen nach hinten losgeht.

Wasser einsparen

Auch in einem anderen Bereich kann die Nebenkostenabrechnung deutlich gesenkt werden: Wasser selbst sowie die Gebühren für das Abwasser sind in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Bei Wohnungen, in denen das Warmwasser immer erst nach ein paar Litern kommt, kann das kalte Wasser in einem Eimer gesammelt und dann beispielsweise zum Blumen gießen verwendet werden. Auch spezielle wassersparende Armaturen, die immer verbreiteter auf dem Markt sind, senken den Verbrauch und damit die Kosten erheblich. Das gleiche gilt für besonders sparsame Wasch- und Spülmaschinen. Eine weitere Faustregel: Für ein Vollbad wird in der Regel viel mehr Wasser als für eine Dusche benötigt.

Stromkosten senken

Zwar wird der Strom für die Wohnung in den meisten Fällen direkt mit dem Versorger und nicht mit dem Vermieter abgerechnet (mit Ausnahme vom Strom für die Treppenhausbeleuchtung und Gemeinschaftsräume), auch hier können aber Betriebskosten gespart werden. So lohnt sich zum Beispiel immer der Vergleich: Neue Stromversorger liefern oft zu günstigeren Konditionen als die alteingesessenen Versorger. Hier sollten die Tarife der einzelnen Anbieter sorgfältig verglichen werden. Ein weiterer Tipp: Energiesparlampen verbrauchen nur einen Bruchteil der Energie, die herkömmliche Glühbirnen verbrauchen – und das meistens bei gleicher Lichtausbeute. Ebenfalls ein unnötiger Stromfresser: Der Standby-Betrieb von Elektrogeräten. Wenn etwa Fernseher und Computer nicht genutzt werden, müssen sie nicht weiterlaufen, sondern sollten komplett ausgeschaltet werden. Bei vielen Geräten muss dabei der Netzstecker gezogen werden, damit absolut kein Strom mehr fließt. Praktisch ist hier eine Steckdosenleiste mit An-/Aus-Schalter.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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