Solarenergie | Solaranlage Sauberer Strom dank Sonnenkraft: Das Interesse an Solarenergie wächst

3. April 2013 | von
Solaranlagen und Solarenergie: Welche Rolle spielt die Solarenergie derzeit? Foto: Rainer Sturm  / PIXELIO Solaranlagen und Solarenergie: Welche Rolle spielt die Solarenergie derzeit? Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Der Sommer kommt und mit ihm die Sonne – und die Nachfrage nach Solarenergie steigt wieder an. Obwohl es in der Branche zwischendurch mal kriselt, gilt es als unstrittig, dass Solarenergie ausgebaut und gefördert werden muss, denn das Thema Solarenergie und regenerative Energie hat insbesondere seit der Energiewende wieder zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Solarenergie ist die Herstellung von Energie durch Sonneneinstrahlung, die in Form von Strom, Wärme oder chemischer Energie für den Menschen nutzbar gemacht werden kann. Die Strahlung, die die Erde erreicht, ist dabei sehr konstant; es sind keine größeren Schwankungen bekannt. Der Wert dieser Strahlung, der auch als Solarkonstante bezeichnet wird, beträgt an der Grenze der Erdatmosphäre etwa 1,367 kW/m². Im Gegensatz zur Solarkonstante ist die Strahlung, die auch tatsächlich die Erdoberfläche erreicht, aufgrund klimatischer und geographischer Bedingungen deutlich stärkeren Schwankungen unterlegen und fällt somit auch erheblich niedriger aus.

Im Durchschnitt beträgt die auf die Erde auftreffende Strahlung nur noch etwa 165 W/m². Trotzdem würde dies den Bedarf der Menschen mehr als nur decken: Die Energiemenge, die die Sonne durch ihre Strahlung pro Jahr erzeugt, entspricht nämlich mehr als dem 10.000-fachen des aktuellen Energiebedarfs der Menschheit. Somit wäre es rein theoretisch durchaus vorstellbar, dass die Sonne langfristig gesehen der einzige aktiv genutzte Energielieferant darstellt. Doch davon sind wir derzeit noch weit entfernt.

Wie kann Solarenergie genutzt werden?

Es gibt unterschiedliche Methoden, mit denen der Mensch sich die Sonnenergie zu Nutze machen kann. Im Groben stehen uns zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Photovoltaik meint die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom um Mithilfe von Solarzellen, während solarthermische Anlagen, die mit Sonnenkollektoren ausgestattet sind, zur Warmwassererzeugung und zur Heizungsunterstützung herangezogen werden. Die Photothermie verbindet diese beiden Techniken und ermöglicht so als Hybridkollektor sowohl die Strom- als auch die Wärmeerzeugung.

Derzeit wird der Ausbau der Energiegewinnung durch Sonnenlicht besonders im Bereich der Stromerzeugung vorangetrieben. Im Bereich der Wärmegewinnung wird noch immer ein Großteil aus Biomasse gewonnen, während der Anteil an solarthermischer Wärme derzeit  noch relativ gering ist. Daher ist der Anteil EE am Endverbrauch deutlich niedriger als der Anteil am Stromverbrauch.

Wie viel Energie wird durch die Sonnenkraft derzeit produziert?

Der Strommix in Deutschland 2012

Der Strommix in Deutschland 2012

2012 lag der Anteil an Erneuerbaren Energien (EE) am Gesamtstromverbrauch bei knapp 22% und hat sich somit seit 2006 verdoppelt. Der Anteil von Photovoltaik, also Strom, der aus Solarenergie gewonnen wird, beträgt aber lediglich etwas über 4% und liegt damit deutlich hinter der Energiegewinnung aus Windkraft (7,7%) und Biomasse (6%). Trotzdem ist es dem Ausbau der Photovoltaik zu verdanken, dass der Anteil der EE gestiegen ist. 2013 soll der Anteil von Photovoltaik erstmals den Anteil der Windkraft leicht übersteigen.

Etwa 1,3 Millionen Anlagen trugen 2012 in Deutschland zu 25,8% zum Netto-Stromverbrauch bei. Vor allem der Ausbau der Photovoltaik soll dazu beitragen, die Ziele der Bundesregierung einzuhalten. Im Rahmen der Energiewende soll der Anteil von EE an der Stromerzeugung bis 2020 auf 35% steigen, wobei der Anstieg vor allem durch mehr Photovoltaik-Anlagen bewerkstelligt werden soll. Zwar sind die Kosten der Stromerzeugung bei EE momentan noch höher als dies bei

Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch

Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch

den konventionellen Methoden der Fall ist. Dank den zunehmend günstigeren Herstellungsprozessen gehen Experten aber davon aus, dass der Preis der Stromerzeugung im Bereich der EE weiter sinken wird.

Größtes Problem derzeit: Um den Ausbau der Stromerzeugung durch Photovoltaik voranzubringen, müssen zunehmend Stromspeicherkapazitäten geschaffen werden. Denn nur so wird der Strom auch an sonnenschwachen Tagen überhaupt ausreichen. Vor allem müssten im Sommer Reserven angelegt werden für den steigenden Bedarf im Winter.

Was bedeutet Solarenergie für den Verbraucher?

Langfristig betrachtet kann es sich durchaus lohnen, rechtzeitig in Solarenergie zu investieren. Die Tendenz zu steigenden Energiekosten wird immer häufiger zum Anlass genommen, Alternativen zu schaffen und sich unabhängig vom Preisdiktat der Energiekonzerne zu machen. Lukrativ erscheint eine solche Investition vor allem durch die aktuellen Fördermaßnahmen des Staates. Zusätzlich können die Kosten steuerlich geltend gemacht werden. Auch für Vermieter kann dies lukrativ sein: durch geringere Nebenkosten und einen attraktiven Gebäudeenergieausweis kann der Mieter nämlich viel Geld einsparen.

Diese umweltfreundliche Stromerzeugung schont natürlich auch unser Klima und unsere Ressourcen, und gilt nicht zuletzt deswegen als wichtiger Bestandteil der Energiewende. Im Gegensatz zu konventionellen Stromerzeugern ist Solarenergie unbegrenzt verfügbar und es entstehen lediglich bei der Produktion Treibhausgase, aber nicht beim Betrieb. Außerdem wird kein Feinstaub freigesetzt.

Desweiteren werden durch die dezentrale Verteilung die Kosten der Weiterleitung erheblich gesenkt und das Ausfallrisiko wird dadurch minimiert. Allerdings lohnt sich die Solarenergie nur dann, wenn Möglichkeiten zur Speicherung bestehen. Denn ohne entsprechende Speichertechnologie kann weder auf Wetter- noch auf Verbrauchsschwankungen reagiert werden. Ein weiteres Problem ist der Rückgriff auf giftige Werkstoffe bei der Herstellung von Solaranlagen sowie die höheren Kosten im Vergleich zu anderen Techniken. Derzeit liegen die Preise für Solarstrom nämlich deutlich über denjenigen für Energie aus Windkraft oder aus konventioneller Herstellung.

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