Solarenergie | Solarförderung Die Entwicklung der staatlichen Solarenergieförderung

10. April 2013 | von

Die staatliche Solarenergieförderung ist in der Bundesrepublik Deutschland durch das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien geregelt. In diesem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird, wie der Name schon sagt, nicht nur die Förderung von Solarenergie geregelt. Vielmehr soll durch dieses Gesetz die Einspeisung erneuerbarer Energien in das Stromnetz erhöht werden. Der Hauptanreiz für die Erzeuger stellt dabei eine feste Einspeisevergütung dar, deren Höhe seit dem Inkrafttreten des EEG im April 2000 bis zum heutigen Zeitpunkt einige Anpassungen erfuhr.

Die Grundzüge des Erneuerbare-Energien-Gesetz

Bereits vor dem EEG gab es seit 1991 das Stromeinspeisungsgesetz. Dieses richtete sich jedoch hauptsächlich an kleinere Unternehmen, welche Strom aus erneuerbaren Energien erzeugten. So wurde in diesem Gesetz geregelt, dass die großen Stromerzeuger zur Einspeisung der erneuerbaren Energien verpflichtet sind und den erzeugenden Unternehmen wurde eine erste Mindestvergütung garantiert. Die Verpflichtung der Netzbetreiber zur Einspeisung des so erzeugten Stroms und die garantierten festen Vergütungssätze sind bis heute ein zentraler Bestandteil des EEG. Die feste Vergütung wird dabei für 20 Kalenderjahre, zuzüglich des Jahres der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage, gewährleistet.

Die Einspeisevergütung von Photovoltaikanlagen im Wandel

Kurz vor der Einführung des EEG Anfang 2000 betrug die Vergütung für Energie aus Photovoltaikanlagen umgerechnet 8,23 Cent/kWh. Dieser Satz wurde jedoch mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes sprunghaft angehoben und Betrug daraufhin für Anlagen, welche 2001 in Betrieb gegangen sind, 50,6 Cent/kWh. Ab dem folgenden Jahr wurde ein jährlicher Degressionssatz von 5 % für Sonnenenergie vorgeschrieben, sodass für Anlagen, welche im Jahr 2002 begannen Strom zu produzieren, nur noch eine Vergütung von 48,1 Cent/kWh gezahlt wurde. Diese Regelung wurde seit der Neufassung des EEG im Jahr 2009 aufgehoben. Seitdem gibt es für die Vergütung von Solarstrom einen gleitenden Degressionssatz. Dieser richtet sich nach der Zunahme der durch Photovoltaikanlagen eingespeisten Energie. Die Anpassung erfolgt jeweils zum 1. Januar eines Jahres durch die Bundesnetzagentur.


Mit der Photovoltaik-Novelle im Jahr 2012 wurden die Vergütungssätze weiter angepasst. So trat eine Einmalabsenkung von 15% in Kraft. Zusätzlich zu der bereits angesprochenen gleitenden Degression wurde außerdem eine Basisdegression von monatlich 1% eingeführt, sodass die Vergütungssätze am 1. April 2012 zwischen 13,5 und 19,5 Cent/kWh lagen. Trotz dieser Kürzungen kann sich eine Photovoltaikanlage immer noch lohnen. Und falls noch eine alte Anlage vorhanden ist, sind die Vergütungssätze für diese wesentlich höher. Solch eine Einnahmequelle sollte daher gut versichert sein, damit im Schadensfall kein finanzieller Nachteil entsteht. Einen guten Tarifvergleich für Photovoltaikversicherungen finden Sie auf der Seite www.saw-assekuranz.de.

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Über Sabine Wagner

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