Solarenergie | Solarenergie Photovoltaik: Vorteile und Nachteile

13. April 2013 | von
Vorteile und Nachteile der Solarenergie Wolken, lange Winter: Das sind die Nachteile der Solarenergie. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Die Unabhängigkeit reizt viele: Wer seinen Strom über eine Solaranlage auf dem Dach bezieht, dem können Preissteigerungen nichts anhaben. Neben solch unumstrittenen Vorteilen kann die Installation einer entsprechenden Anlage aber auch einige negative Aspekte beinhalten.

Vorteile

Der offensichtlichste Vorteil liegt in der Tatsache, dass eine Solaranlage Strom aus einem Rohstoff produziert, der  zeitlich fast unbegrenzt zur Verfügung steht: Mit der Sonne steht eine kostenlose und unerschöpfliche Energiequelle bereit. Transportkosten, Versorgungsausfall und steigende Energiepreise fallen dadurch weg. Weiterhin wird ein großer Beitrag zum Klimaschutz geleistet: Unabhängig davon, ob es sich um Solarmodule zur Stromerzeugung oder um Kollektoren zur Wärmegewinnung handelt, durch die direkte Umwandlung von Sonnenenergie entstehen keinerlei Schadstoffemissionen und Treibhausgase wie Co2, welche die Ozonschicht angreifen und den Treibhauseffekt fördern. Auf der Plusseite steht außerdem das hohe Potential von Solaranlagen: Auch bei geringer Sonneneinstrahlung, etwa bei leichter Bewölkung, wandelt die Solaranlage Licht in Strom um. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei vielfältig: Mit Hilfe der Sonnenenergie kann sowohl Wärme als auch elektrischer Strom erzeugt werden. Nutzt man den gewonnenen Strom für Solarautos, kann die Sonnenenergie zudem noch zur Fortbewegung genutzt werden.


Nachteile

Auch wenn viele der neuen Photovoltaik-Anlagen sehr effizient Energie in Strom umwandeln, sind sie dennoch abhängig von Wetter, Jahres- und Tageszeit, denn die Sonnenstrahlung steht nicht ununterbrochen und nicht immer in gleicher Intensität zur Verfügung. Ohne die Technologie zur Speicherung ist daher keine konstante Energieversorgung möglich – und diese verursacht Mehrkosten. Fraglich ist auch immer, ab wann sich die Anlage tatsächlich lohnt, denn das kann bei den hohen Anschaffungskosten – die Herstellung von Solarmodulen zur Stromerzeugung oder Solarkollektoren zur Wärmegewinnung ist derzeit noch relativ aufwendig – und sinkenden Fördersätzen mitunter sehr lange dauern. Wie Forscher festgestellt haben, vergehen, bis die Solaranlage allein die gleiche Menge an Energie geliefert hat, die zu deren Herstellung benötigt wurde, je nach Technologie 1,5 bis 3,5 Jahre. dafür haben Photovoltaik-Anlagen mit bis zu 40 Jahren eine relativ hohe Lebensdauer. Ein weiterer Punkt auf der Nachteile-Liste ist der Einsatz vieler Chemikalien bei der Herstellung von Photovoltaik-Anlagen. Diese Stoffe sind teilweise hoch toxisch oder haben bei unsachgemäßer Lagerung, Umgang oder Entsorgung ein umweltschädigendes Potential. Verwendet werden zum Beispiel das hoch giftige Arsen oder das als krebserzeugend geltende Cadmium. Daraus resultieren schließlich ein hoher Aufwand beim Arbeitsschutz bei der Herstellung von Solarmodulen sowie ein großer Aufwand bei der Entsorgung alter Solarmodule.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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