Allgemeines | Photovoltaik Wann die Investition in eine Solaranlage rentabel ist

25. April 2013 | von
Solaranlage Dach Wann die Installation einer Solaranlage rentabel ist. Foto: Hartmut910 / PIXELIO

Die Solarbranche steckt in der Krise und auch die Fördermöglichkeiten für die eigene Solaranlage auf dem Dach sind deutlich eingeschränkt. Trotzdem kann sich eine entsprechende Investition für Privatverbraucher lohnen.

Rosig sind die Zeiten für Solaranlagenbetreiber derzeit nicht: Die Solarstromförderung durch die EEG-Umlage sinkt seit Jahren beständig – besonders Privathaushalte sind davon betroffen, da vor allem Solarstrom aus kleinen Photovoltaikanlagen bis zehn Kilowatt Peak Leistung geringer vergütet wird. Warum sich der Einstieg in die Photovoltaik dennoch lohnt? Erstens sind die Preise für entsprechende Anlagen seit Längerem unter Druck, was der Branche zwar zu schaffen macht, für Privatanwender jedoch ein gutes Argument für den Kauf einer Photovoltaik-Anlage. Und zweitens steigen die Strompreise noch immer stetig und machen damit den Eigenverbrauch vom selbst erzeugten Solarstrom zunehmend attraktiver. Denn mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde Solarstrom sparen Verbraucher bares Geld. Da die Strompreise auch in Zukunft eher teurer werden als noch einmal zu sinken, kann sich das zukünftig noch deutlich mehr lohnen.

Individuelle Kalkulation notwendig

Zwar ist der Betrieb einer eigenen Photovoltaikanlage längst nicht für jeden rentabel, und ob sich Einstieg und hohe Investitionen lohnen, muss jeweils individuell kalkuliert werden. Häufiger als gedacht kann sich die Installation jedoch lohnen und am Ende eine vernünftige Rendite abwerfen.

Um herauszufinden, ob das der Fall sein kann, müssen in die Rechnung die Höhe des Eigenverbrauchs, die Vergütung des einzuspeisenden Solarstroms, der Anschaffungspreis der Photovoltaikanlage sowie die jährlichen Betriebskosten einbezogen werden. Dies können Sie mit einem Solaranlagen-Rechner unter Einbeziehung der Dachfläche, Dachneigung und Anlagengröße simpel herausfinden.



Wer sich für die Nutzung einer Solaranlage entscheidet, sollte die Idee allerdings so bald wie möglich in die Tat umsetzen. Denn obwohl die Preise für Solarmodule in der letzten Zeit immer weiter gefallen sind und Anlagen dadurch immer günstiger wurden – die Zukunft sieht anders aus. Schon jetzt können viele Hersteller angesichts der schlechten Situation der Branche ihre Kosten kaum noch decken und die Preise dürften wieder in die Höhe schießen. Es heißt also zuschlagen – warten könnte teuer werden. Auch deshalb, weil den Plänen der Bundesregierung zufolge ab dem Jahr 2017 keine Förderungen mehr ausgezahlt werden sollen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll die Photovoltaik selbstständig und ohne jegliche Subventionen rentabel sein. Wer jedoch bis dahin seine Solaranlage ans öffentliche Netz anschließt, erhält die zum Inbetriebnahmedatum gültige Vergütung für 20 Jahre garantiert ausgezahlt. Und wenn die Vergütung für den eingespeisten Strom nach diesem Zeitraum sinkt, so Experten, hat sich die Anlage schon lange amortisiert.

Photovoltaik-Beispielrechnung: Wann eine Solaranlage rentabel ist:

Jahresverbrauch für eine vierköpfige Familie: 4.000 kWh Strom pro Jahr bei Kosten von 25 Cent/kWh beim Stromanbieter = 1.000 €

Einspeisung aus der Photovoltaikanlage: 6.000 kWh. Ist die Anlage mit einer Leistung bis 10 kWp im April 2013 installiert worden, erhalten sie dafür eine Vergütung von 15,92 Cent pro kWh. Auf das Jahr gerechnet erhalten Sie 976 Euro. Für eine Leistung von 6.000 kWh muss die Anlage ca 60 m² groß sein

Die Rendite erhöhen können Verbraucher, indem Sie ihren produzierten Strom selbst nutzen, da die Strompreise stetig steigen, während die EEG-Umlage sinkt.

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Über Sabine Wagner

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