Solarenergie | Photovoltaik Lohnt das Mieten einer Photovoltaik-Anlage – und was bringt Dachflächenvermietung?

30. April 2013 | von

Die Kosten für Photovoltaik-Anlagen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, doch nicht jeder wagt die Investition in den Kauf einer Anlage. Eine Alternative kann hier das Mieten einer Anlage sein. Auch das Vermieten der eigenen Dachfläche kann rentabel sein.

Solaranlagen können für Privatverbraucher äußerst sinnvoll und effizient sein. Die Vorteile entsprechender Systeme gegenüber der Anschaffung, dem Betreiben sowie dem Mieten von Wind- und Wasserkraftanlagen sind für Investoren geringere Anschaffungs-, niedrigere Wartungskosten und ein größeres Einsatzgebiet. Das Problem: Den Kauf einer Solaranlage möchte und kann nicht jeder stemmen – Privathaushalte schon gar nicht.

Um die Anschaffungskosten einer Solaranlage zu reduzieren, gibt es deshalb inzwischen die Möglichkeit, diese zu mieten. Da diese Dienstleistung bisher noch nicht weit verbreitet ist, bieten den Service noch wenige auf das Thema spezialisierte Firmen an – wer sich dafür interessiert, wird jedoch auf diverse Angebote stoßen. In der Regel besteht der Mietvertrag für eine Photovoltaikanlage über 35 Jahre. Die Vorteile der Miete sind dabei hauptsächlich der geringe Investitionsaufwand sowie die Tatsache, dass der die Anlage nach dem Ende ihrer Lebensdauer nicht in Eigenregie als Sondermüll entsorgt werden muss. Nachteilig können für Verbraucher dabei jedoch die derzeit fehlende Vielfalt von Anbietern sowie die langen Bindungsfristen sein.

Dachflächen vermieten und Anmieten

Eine andere Möglichkeit ist das Anmieten von Dachflächen zur Solarstromerzeugung. Diese eignet sich, wenn das eigene Dach zu klein oder aus anderen Gründen für die Installation eines entsprechenden Systems nicht geeignet ist. Wird eine Solaranlage auf einem angemieteten Dach installiert, so trägt der Mieter sowohl die Kosten für die Anlage selbst als auch für Montage, Instandhaltung und Betriebskosten.



Der Vermieter der Fläche profitiert währenddessen von den regelmäßigen und langfristigen Mieteinnahmen, die so gut wie ohne Gegenleistung erfolgen. Er muss weder Eigenkapital investieren noch ein Darlehen aufnehmen und kann dennoch von der Rendite der Photovoltaikanlage profitieren. Einzig, wenn im Rahmen der Montage und Installation der Anlage für das Verlegen von Kabeln oder dem Einbau des Stromzählers Bauarbeiten am eigenen Haus anfallen, muss der Vermieter der Dachfläche mit Kosten rechnen. Der Vorteil für den Mieter der Fläche und damit den Betreiber der Solaranlage liegt hauptsächlich in der Einspeisevergütung, mit Hilfe dessen er mit der Erzeugung des Solarstroms Geld verdienen kann. Was von beiden Seiten beachtet werden sollte: Es ist mehr als sinnvoll, einen Pachtvertrag mit genauen Regelungen zu erstellen, in dem auch definiert ist, was im Falle eines Hausverkaufs oder einer Versteigerung geschieht. Auch über eventuell anfallende Dachreparaturen sollte gesprochen werden sowie über die Aufteilung der Kosten für Demontage und Montage der Anlage.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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