Solarenergie | Intelligentes Wohnen Smart Home: Intelligente Energie für jeden Haushalt

3. Mai 2013 | von
Smart phone Dank eines modernen Haussystemes lässt sich die gesamte Technik von überall aus per Smartphone steuern. Foto: Joachim Kirchner / PIXELIO

Die Zukunft der Strom- und Wärmeproduktion liegt spätestens seit der Energiewende unbestreitbar in den erneuerbaren Energien. Doch wie lässt sich diese Energie intelligent nutzen, und welche Vorteile ergeben sich dadurch für den Verbraucher?

Zunächst einmal meint intelligente Energie die effiziente und vor allem nachhaltige Produktion und Nutzung von Energie. Es geht also um die Art und Weise, wie Energie produziert wird, aber auch wie sie kombiniert und eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Verbraucher nicht nur von möglichst hohen Einsparungen profitieren, sondern gleichzeitig neue Technologien nutzen, die das Alltagsleben optimieren und erleichtern.

Smart Home: Moderne Technologie fürs Eigenheim

Das Prinzip von Smart Home erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Hierbei können unterschiedliche Dinge wie Licht, Wärme, Fernseher, Alarmanlagen, Heizkörperthermostate oder auch Rauchmelder über ein Smartphone gesteuert werden. Neben dem erhöhten Komfort lassen sich durch die genaue Steuerung auch die Energiekosten senken, sogar wenn der Strom nicht selbst produziert wird.

Manche dieser Gegenstände sind bereits seit Längerem auf dem Markt, wie etwa eine intelligente Außenbeleuchtung, die dank Mini-Solarmodul und integriertem Bewegungsmelder weder an- noch ausgeschaltet werden muss, noch einen Stromanschluss benötigt. Ein ähnliches Prinzip verfolgt der intelligente Bewegungsmelder für den Innenbereich, der dank Anschluss an die Solaranlage das Licht im Haus regelt. Zu den neueren Produkten zählen beispielsweise auch die intelligente Waschmaschine, die dann startet, wenn die Stromproduktion am höchsten ist, sowie ein Temperaturmesssensor, der die Temperatur eigenmächtig regelt und so hilft, die Temperatur im Haus konstant zu halten. Das Zentrum der Produktpalette bildet allerdings die Software, mit der die Geräte miteinander verbunden sind und sich mit Hilfe eines Smartphones oder eines Computers steuern lassen. Die Kaffeemaschine startet also bereits vorm aufstehen, die Heizung im Bad ist bereits seit einer halben Stunde an und wer Angst hat, den Herd angelassen zu haben, kann auch dies bequem überprüfen. Sogar die Verknüpfung mit anderen elektronischen Geräten, wie etwa Fernseher oder Stereo-Anlage, ist möglich. Insgesamt bietet Smart Home ein Plus an Komfort, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit.

 


Auch in einer Mietwohnung kann ohne entsprechende Umbaumaßnahmen ein Smart Home integriert werden. Dafür werden dann Produkte ausgewählt, die über Funk bzw. WLAN miteinander kommunizieren, wobei die Smart Home-Geräte in die Steckdose gesteckt werden und entweder mit dem Router verbunden werden oder mit Batterien funktionieren. Je nach Ausstattungsmerkmalen ist eine Smart Home Anlage bereits ab wenigen Hundert Euro zu haben.

Neue Technologien auf dem Vormarsch

Der Trend geht aber auch in Richtung innovative Entwicklungen, wie es das Beispiel vom „Electric Hotel“ zeigt. Ein umgebauter Wohnwagen aus den 60er Jahren, der mit Solarzellen und entsprechenden Geräten ausgestattet ist, wird bei Musikfestivals als Aufladestation für ca. 400 Handys genutzt.

Auch Google Glass hat Potenzial im Bereich des Smart Home. Die neuartige Brille, die noch Ende dieses Jahres auf den Markt kommen soll, könnte den häuslichen Alltag revolutionieren. Denn insbesondere hier gäbe es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, von der Steuerung elektronischer Geräte durch Blickkontakt bis zu Online-Einkäufen. Experten rechnen damit, dass die Branche in den kommenden Jahren boomen wird. Bis 2020 wird mit einem durchschnittlichen Wachstumspotenzial von 12 Prozent pro Jahr gerechnet.

Insbesondere der Bereich der medizinischen Dienstleistung kann durch die Kombination mit „E-Health“ erweitert werden. Dabei werden von zu Hause aus Körperfunktionen überwacht, was besonders für Senioren von Interesse sein könnte. Per Fernüberwachung könnte so beispielsweise in akuten Fällen ein Notarzt gerufen werden. Außerdem könnten so die medizinischen Daten der Patienten auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Intelligente Heizsysteme liegen im Trend

Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit intelligenten Heizungssystemen, denn durch Solarenergie kann nicht nur Strom erzeugt werden, sondern auch Wärme. Aufgrund sinkender Einspeisungsvergütungen kann es sich für Hausbesitzer durchaus lohnen, den Eigenverbrauch zu optimieren.

Allerdings reicht die durch Solarenergie gewonnene Wärme selten aus, um den Heizbetrieb zu gewährleisten. Ohne Energiespeicher wird also ein Großteil der Produktion ins Netz eingespeist. Falls die Anschaffung eines Speichers noch zu teuer sein sollte, kann das System in der Regel mit anderen regenerativen Techniken verbunden werden, wie etwa einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe. Durch diese Kombination wird die permanente Heizleistung sichergestellt, wobei dank des intelligenten Heizsystems der Verbrauch der eigenen Solarenergie optimiert wird und durch die Möglichkeit, die Heizung genauer zu kontrollieren, Energie eingespart werden kann. Des Weiteren können bestimmte Sensoren feststellen, ob gerade einer der Bewohner das Haus verlassen hat und gegebenenfalls die Heizung abgeschaltet werden kann.

Übrigens ist bei Neubauten durch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz seit 2009 vorgeschrieben, dass ein Teil der Wärmeversorgung durch regenerative Energien erfolgen muss. Beim Einbau einer Solarthermieanlage muss diese mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs decken.

Themenmonat Photovoltaik & Solaranlage 

Dieser Artikel ist Teil des Themenmonats Photovoltaik & Solaranlage. Weitere Artikel zum Thema finden Sie hier.



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