Solarenergie | Solarenergie Solarspeicher: Photovoltaik effizient nutzen

16. Mai 2013 | von
Photovoltaik Speicherung Um Solarenergie sinnvoll nutzen zu können, sind Speichertechnologien erforderlich. Foto: RainerSturm / PIXELIO

Solaranlagen liegen im Trend und das nicht ohne Grund: Die Sonne ist eine ergiebige Energiequelle, der Eigenverbrauch lohnt immer mehr. Allerdings wird viel Strom verbraucht, wenn keiner produziert werden kann. Solarspeichertechniken können hier helfen.

Wer Sonnenstrom produzieren möchte, sollte in jedem Fall darauf achten, dass die Anlage so dimensioniert ist, dass der Strom größtenteils zum Eigengebrauch verwendet werden kann – denn der ins öffentliche Netz eingespeiste Strom wird nicht mehr so hoch vergütet wie noch vor ein paar Jahren. Die Lösung: Solarstrom speichern. Photovoltaik-Stromspeicher, in Fachkreisen auch „Tagesspeicher im Niederspannungsnetz“ genannt, können den Strom aus Solaranlagen in Form von chemischer Energie speichern, um ihn schließlich bei Bedarf zum Gebrauch freizusetzen. Wer einen entsprechenden Solarspeicher besitzt, kann damit den selbst gewonnenen Sonnenstrom auch dann nutzen, wenn die Anlage auf dem Dach gerade keinen Strom erzeugt, etwa nachts oder an stark bewölkten Tagen. Konkret bedeutet das: Wer Solarstrom speichert, hat einen höheren Eigenverbrauch und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Er spart Geld und schont die Umwelt.

Solarenergie Ratgeber

Batterietechnik ist bewährt

Für die Speicherung der Solarenergie stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Bewährt und erprobt sind Batterietechniken, beispielsweise Blei-Akkus oder die moderneren Lithium-Ionen-Akkus. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile: Bleiakkus sind erprobt und zuverlässig, allerdings haben sie gegenüber Lithium Ionen Akkus Nachteile bei Ladezyklen und Entladetiefe. Auch Speicherkapazität und Wirkungsgrad sind geringer, dafür sind Blei-Akkus in der Anschaffung wesentlich günstiger als Lithium-Ionen-Akkus. Deren Wirkungsgrad beträgt dagegen circa 95%, zudem können sie bis zu 100% und mit bis zu 7.000 Ladezyklen deutlich häufiger entladen bzw. geladen werden. Nachteil: Die modernen Speicher sind deutlich teurer und in ihrer Langlebigkeit noch nicht ausreichend getestet. Allerdings hat die Bundesregierung kürzlich beschlossen, Solarspeicher besser zu fördern. Das könnte Lithium-Ionen-Akkus deutlich attraktiver machen.

Speichern mit Wasser

Die Speicherung von Solarenergie ist zudem in Solarspeichern möglich. Im Allgemeinen hat ein Solarspeicher ein Fassungsvermögen von 200 bis 50.000 Litern, abhängig davon, wie groß der Haushalt ist und wie lange das Warmwasser gespeichert werden soll. Dabei wird für einen Tank mit mehreren Tausend Litern die Fläche eines gesamten Kellers oder großen Raumes benötigt. In der Nutzung werden die Speicher nach Lang- und Kurzzeitspeicher unterschieden. Dabei sind Kurzzeitspeicher die eher üblichen Solarspeicher, die Wärme für einige Stunden bis mehrere Tage speichern, während Langzeitwärmespeicher um einiges teurer und nur in Form von Erdpumpen und sehr großen Vorrat-tanks erhältlich sind. Der Vorteil: Die Wärme kann auch noch nach einigen Monaten genutzt werden. Was den Aufbau der Speicher angeht, so unterscheidet man in Puffer-, Kombi-, Schicht-, Edelstahl- und Paraffinspeicher, je nachdem, was für Anforderungen an das System gestellt werden.






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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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