Immobilienmarkt | München Münchens Wandel aus architektonischer Sicht

1. Juni 2013 | von
München: Gelungener Mix aus historischen und modernen Bauten. München: Gelungener Mix aus historischen und modernen Bauten. Foto: Stephan Bratek / PIXELIO

Münchens Stadtbild ist von erstklassig erhaltener Klassik und Eleganz geprägt. Ob in der Altstadt, in Nymphenburg oder entlang der Prinzregentenstraße, stehen viele Gebäude sinnbildlich für den Charakter Münchens: souverän, exklusiv, stolz, anmutig.

Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch auch Abweichungen auf. Gerade heute, in einer Phase mit vielen neuen Großbauprojekten, wandelt sich das Gesicht der Isar-Metropole an immer mehr Stellen in Richtung Moderne. Dass dabei nicht immer Kompromisse mit der Vergangenheit eingegangen werden, darf als weiterer Fingerzeig in Richtung Zukunft gedeutet werden.

Altehrwürdiger Glanz: in aller Welt bekannt

Betrachtet man den Münchener Städtebau historisch, so gibt es vier Straßen von besonderer Bedeutung: die Maximilianstraße, die Ludwigstraße, die Prinzregentenstraße und die Brienner Straße. Sie alle befinden sich innerstädtisch, teils sogar sehr nah zueinander, und gehören bis heute nur wegen ihres Straßenbildes zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Mischung aus Renaissance und Neogotik macht den Straßenzug zum Inbegriff lebendiger Geschichte; sie könnte geradezu einem Bühnenbild aus dem 19. Jahrhundert entsprungen sein. Die Entstehung dieser wunderbaren Kulisse reicht mittlerweile über 150 Jahre zurück. Genug also, um das Rad der Zeit ein wenig weiter zu drehen.

Innovativer Wandel

Der Bayerische Landtag, die Residenz und das Maximilianeum dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass München auch in Sachen zeitgenössischer Architektur eine ganze Menge zu bieten hat. Das gilt heute noch mehr als früher. Die Stadt ist von interessanten, mutigen Bauprojekten durchzogen und stellt die Weichen für das aktuelle Jahrhundert. Prominentestes Beispiel: die Allianz Arena. Die leuchtenden Bienenwaben sind allerdings kaum stellvertretend für normale Wohngebiete. Dort wird der beschaulich-urigen Romantik der ehemaligen städtischen Bauweise (Beispiel: Valleystraße) in Form von großen Siedlungsbauprojekten immer mehr Moderne gegenübergestellt. Unbestritten wirkt diese manchmal etwas kühl und nicht immer herzerwärmend, durch die konsequente Linie, die sich durch zusammengehörige Wohngebiete zieht, entsteht aber dennoch eine Aura von architektonischer Aussagekraft. Funktionalität und Bauzustand bleiben in dieser Betrachtung außen vor, da sie ohnehin den hohen Münchener Standards entsprechen.

Mehr als Architektur

Die heutigen Bau-Designs in München betreffen oft mehr als nur die Gestaltung eines Wohnhauses. In manchen Fällen dienen sie sogar als stilistisches Werkzeug, und das in mehrfacher Hinsicht. Etwa in der Ganghoferstraße, unterhalb der Brücke, die die beiden aufstrebenden Viertel Westpark und Theresienhöhe miteinander verbindet: Hier befindet sich eine Reihe kleiner, schlicht gehaltener, beinahe unscheinbarer Nutzeinheiten für künstlerische Zwecke. Im Sommer wird dort oft mit offenen Türen gearbeitet, sodass ein frischer Hauch kreativer Avantgarde durch das eigentlich bürgerliche Viertel weht. Auf der straßenabgewandten Seite fällt derweil Licht durch verglaste Fronten in die Nutzeinheiten; spektakulär ist das zwar alles nicht, dafür aber umso wirkungsvoller und sympathischer. Der Design-Zeitgeist von heute findet in Projekten wie diesen jedenfalls sein Ebenbild. Ähnliches, wenn auch gleich eine ganze Dimension größer, gilt für das FH-Gebäude in der Lothstraße. Auch hier kommt kräftiges Rot zum Einsatz, in einer ansonsten eher farblosen, rechteckigen Anordnung. Der Rückschluss zu neu entstehenden Wohneinheiten fällt somit nicht schwer. Gerade für Eigentümer und solche, die es noch werden möchten, ist dieser Aspekt interessant, da das nicht eben billige Investitionsobjekt auf diese Weise eine ganz neue Ebene erfährt. Übrigens: Mehr Informationen zu Eigentumswohnungen in München gibt es hier, zusammen mit einem Blick auf die derzeitige Lage im Zentrum des Freistaats.

Münchens Wandel aus architektonischer Sicht, 5.0 out of 5 based on 1 rating



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Eine Antwort auf Münchens Wandel aus architektonischer Sicht

  1. conceptbau sagt:

    Das ist einfach eine wunderschöne Stadt. Den Besuch kann ich jedem ans Herz legen. Vor allem aus architektonischer überzeugt die Stadt vollends und hat mich in ihren Bann gezogen. Hier gibt es auch tolle Wohnimmobilien, in denen man die Stadt so richtig genießen kann.

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