Bauen | Hybridhaus Hybridhaus: moderner Hausbau ohne Energiekosten

5. Juni 2013 | von
Hybridhäuser Hybridhäuser: Neue Art von Energiesparhäusern. Rainer Sturm / PIXELIO

Hausbauern stehen mit dem Nullenergiehaus, Passivhaus oder Niedrigenergiehaus inzwischen eine ganze Reihe von energiesparenden Varianten zur Verfügung. Mit dem Hybridhaus gibt es eine weitere Variante: Durch die Kombination verschiedener Techniken sollen beim Hybridhaus keine Heizkosten entstehen. Einen Hausbau umzusetzen verbraucht heutzutage nicht mehr die größten Ressourcen, stattdessen erzeugen die Abhängigkeit von den Energielieferanten für Strom, Heizung und Warmwasser die meisten Bedenken. Der Bau eines Effizienzhauses nimmt die Herausforderung, möglichst geringe Zusatzkosten entstehen zu lassen, an. Verschiedene Effizienzhaustypen wie das Nullenergiehaus, das Passivhaus, das Niedrigenergiehaus sowie das KFW-Effizienzhaus ermöglichen zwar den Bau eines Massivhauses mit sehr geringen Nebenkosten, jedoch können sie eine vollständige Reduktion der Ausgaben für Energie nicht gänzlich ausschließen. Der einzige Haustyp, der alle Nebenkosten und Abhängigkeiten von Dritten ausschließen kann, ist das Hybridhaus.

Was ist ein Hybridhaus?

Ein Hybridhaus ist ein Massivhaus, das Strom, Heizung und Warmwasser autark produziert und damit derfortschrittlichste Häusertyp der Effizienzhausarten. Der Name Hybrid kennzeichnet eine Mischung technischer Prinzipien, die in diesem Häusertyp vereint werden. Mithilfe von Fotovoltaik für die Stromerzeugung sowie Erdwärme für Heizung und Wasser erreicht das Hybridhaus nicht nur Unabhängigkeit und Kostenfreiheit für Wärme und Licht, sondern trägt zum Umweltschutz mit bei – indem es keinen CO2-Ausstoß aufweist.

Wie funktioniert ein Hybridhaus?

Hybridhäuser setzen auf erneuerbare Energien. Von einem natürlichen Wärmeträger wie der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich wird mittels verschiedener Varianten von Wärmepumpen die natürliche Erdwärme für die Heizung genutzt. Die Wärmepumpen sind im Einzelnen die Luft/Wasser-Wärmepumpe, die Sole/Wasser-Wärmepumpe und drittens die Wasser/Wasser-Wärmepumpe. Die verbreitetste Art ist die Wärmegewinnung aus dem Erdreich. Für die Stromerzeugung werden Fotovoltaikanlagen eingesetzt. Dank ausgeklügelter Wärmedämmung der Fenster und der Böden sowie moderner Entlüftungssysteme wird zusätzlich für eine effiziente Nutzung natürlicher Energien gesorgt.

Was sind die Unterschiede des Hybridhauses im Vergleich zum Nullenergiehaus, Passivhaus, Niedrigenergiehaus und Plusenergiehaus?

Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie Energiesparmaßnahmen im Blick haben und die Kosten für Energie und CO2-Emissionen senken möchten. Allerdings finden sich nicht unwesentliche Unterschiede in der Art der Umsetzung dieses ehrgeizigen Zieles und infolgedessen in der Effizienz. Die verschiedenen Energiesparhäuser wurden nacheinander entwickelt, sind also jeweils Verbesserungen ihrer jeweiligen Vorgänger. Angefangen hat das Unternehmen Energiesparhaus mit dem Niedrigenergiehaus, dem Vorgänger des Passivhauses. Trotz guter Dämmung und Lüftung erreichte es jedoch zu hohe Heizkosten im Vergleich zu seinem Nachfolger. Das Passivhaus nutzt die Abwärme der technischen Geräte im Haus. Die Grenze zum Nullenergiehaus ist dabei fließend. Das erklärte Ziel des Nullenergiehauses ist, überhaupt keine Kosten für Heizung zu verursachen, erreicht dieses Ziel jedoch nur selten. Beide Häusertypen werden als Fertighäuser angeboten. Mit dem Plusenergiehaus soll vor allem mehr Strom erzeugt werden, als dieser Häusertyp selbst verbraucht. Falls die Sonne nicht scheint, arbeitet zusätzlich eine kleine Windkraftanlage für die Stromerzeugung. Hybridhäuser sind die fortschrittlichsten Effizienzhäusertypen. Sie können im Unterschied zu den anderen genannten Häusertypen eine Verursachung von Heizkosten sowie Co2-Emissionen garantiert ausschließen.

Was sind die Vorteile des Hybridhauses?

Der unbestreitbare Vorteil der Hybridhäuser ist der hohe Wirkungsgrad, den dieser Häusertyp mit dem Lüftungssystem erzielt. Durch Be- und Entlüftungssysteme ist ein effizienterer Wärmeaustausch innerhalb des Hauses gewährleistet, als es zum Beispiel bei Abluftanlagen der Fall ist. Kosten für Strom, Heizung und Warmwasser sowie CO2-Emissionen fallen bei diesem Häusertyp gänzlich weg.

Was sind die Nachteile des Hybridhäusertyps?

Vor dem Bau sollte unbedingt auf die präzise Vermessung des Standortes des Hauses geachtet werden, da eine Verschattung durch Bäume oder Nebengebäude grundsätzlich hohe Kosten zur Folge hätte. Auch muss Fernwärme als Wärmequelle hier ausgeschlossen werden.

Autoreninfo: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von hausbauberater.de
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