Mieten | Mietpreise Bezahlbares Wohnen ermöglichen

18. Juni 2013 | von
Nostalgisches Wohnen Bezahlbares Wohnen ermöglichen. Foto: Dieter Schütz / PIXELIO

In deutschen Großstädten ist bezahlbarer Wohnraum nur schwer zu finden. Normalverdiener haben oft die gleichen Probleme bei der Wohnungssuche wie Hartz IV Empfänger. Doch es gibt Vorschläge und Anreize für Unternehmen den Neubau zu fördern.

Normalverdiener bekommen immer größere Schwierigkeiten eine bezahlbare Wohnung in Großstädten zu finden. Friseuren und Rentnern geht es da ähnlich, wie Handwerkern. Der Bau von Sozialwohnungen ist längst nicht mehr nur was für Geringverdiener sondern auch Normalverdiener müssen diesen Dienst in Anspruch nehmen. Laut Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen kann nicht mehr so gebaut werden, dass sich die Menschen eine Neubauwohnung leisten können. Denn wenn neue Wohnungen entstehen dann nur im Luxussegment und dass sich das nur die wenigsten leisten können ist bekannt.

Dort wo es noch mittlere Mieten gibt werden die Sozialwohnungen knapp. 2002 waren noch 2,5 Millionen Wohnungen mit gedeckelten Mietpreisen vorhanden, knapp ein Jahrzehnt später sind es fast eine Million weniger. Laut einer Pestel-Studie bräuchte Deutschland vier Millionen Sozialwohnungen, um dieses Soll zu erfüllen müssten jährlich zwischen 60.000 und 100.000 Wohnungen gebaut werden.

Vorschläge und Alternativen

Neubau von Wohnungen mit mittleren oder niedrigen Mieten lohne sich seit dem die Baukosten der Inflation davon gerannt sind nicht mehr, sagt Gedaschko. Auch Phong Taho Trinh vom Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen ist der Ansicht, dass der Neubau von Wohnungen mit Preisbindung dem Staat unnötig Geld koste. Die Kommunen müssten ihre Grundstücke günstiger abgeben, um dort neu bauen zu können. Nur wenn alle zusammenarbeiten kann das Ziel: Mehr bezahlbare Wohnungen in Deutschland zu schaffen, erreicht werden. Mit einer Mietbremse auf Bundesebene, Wohnungsneubau durch Wohnungsbaugesellschaften und Private und einer auf Wohnen ausgerichteten Stadtentwicklung kann es geschafft werden.

Auch Ingeborg Esser, Geschäftsführerin der GdW, spricht sich dafür aus, dass es nicht immer Neubauten sein müssen. Sie wirbt für das Lübecker Modell, bei dem Unternehmen für das Bauen von normalen Wohnungen gefördert werden und im Gegenzug andere Wohnungen aus ihrem Bestand besonders günstig anbieten. So würde die Förderung von Wohnungen im mittleren Mietensegment gleich zwei Probleme lösen, meint die Wohnungswirtschaft: „Dann suchen Menschen am oberen Ende des unteren Einkommenssegments nicht mehr in den günstigsten Beständen und machen solche Wohnungen frei.“ Mehr Förderung für Neubau im mittleren Preissegment entlaste dementsprechend automatisch den Wohnungsmarkt für Geringverdiener oder Hartz IV Empfänger.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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