Solarenergie | Zubau Solarenergie: Zuwachs schwächelt

24. Juli 2013 | von
Solaranlage Dach Zubau neuer Solaranlagen könnte sich 2013 halbieren.Foto: Stefan Göthert / PIXELIO

Der Ausbau der Solaranlagen auf deutschen Dächern nimmt deutlich ab. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf eine Kürzung der Solarstrom-Förderung.

Der Zubau von Solaranlagen in Deutschland schwächelt derzeit. Wurden in den Boomjahren 2010 bis 2012 in Deutschland Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 7.000 Megawatt neu angeschlossen, waren es im ersten Halbjahr 2013 nur noch 1.800 Megawatt. Für das komplette Jahr rechnet Bundesumweltminister Altmaier (CDU) Berichten zufolge mit einem Zubau von maximal 4.000 Megawatt Leistung. Trotz des Rückgangs wächst der deutsche Solarpark weiter: Ende Juni umfasste dieser 34 Gigawatt.

Einer der Gründe für die Zurückhaltung der Verbraucher sind die Förderkürzungen für Solaranlagen. Zuletzt sank die Einspeisevergütung zum 1. Mai, Anfang August wird mit einer weiteren Kürzung durch die Bundesnetzagentur gerechnet. Langfristig soll die Förderung von Solarstrom in spätestens 25 Jahren auf Null gesenkt werden.




Förderstopp ab 2018 wahrscheinlich

Bundesbürger oder Firmen, die bis zum Jahr 2017 oder 2018 in eine neue Solaranlage investieren, erhalten noch einen Förderbescheid, der für 20 weitere Jahre gilt. Ab 2018 belaufe sich die Leistung installierter Solaranlagen nach Ansicht der Bundesregierung dann auf 52 Gigawatt und habe damit die festgelegte Grenze erreicht, bis zu der ein fester Abnahmepreis für Sonnenstrom garantiert ist.

Trotz angekündigtem Förderstopp wächst mit dem Solarpark derzeit allerdings auch der Subventionsbedarf wegen der für 20 Jahre garantierten Förderung weiter. Trotz des Abbremsens des Solarausbaus wird die Umlage weiter steigen, da die Preise an der Strombörse fallen, wenn mehr Wind- und Solarstrom erzeugt wird. So gibt es an vielen Tagen ein Überangebot und somit wachsen auch ohne weiteren Ökostrom-Zubau die Differenzkosten bei der Umlage.

Solarenergie Ratgeber

Laut Altmaier werde in diesem Jahr die Photovoltaik erstmals nicht mehr der Kostentreiber beim Ausbau der erneuerbaren Energien sein. Den Differenzbetrag zwischen einem garantierten Kilowattstundenpreis und dem tatsächlichen Börsenpreis bekommen laut dem Minister all diejenigen erstattet, die in Strom aus Sonnenenergie, Wind oder Biomasse investiert haben. So werden nach ersten Vermutungen in diesem Jahr aus dem Umlagetopf 49 Prozent fließen. Die Differenzkosten steigen hierbei insgesamt allerdings weiter, da der Strompreis an der Börse fällt. Dieser liegt mit inzwischen weniger als vier Cent pro Kilowattstunde circa einen Cent unter den staatlichen Vorhersagen.

Jetzt noch die aktuellen Fördersätze für Solaranlagen sichern




Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Solarenergie abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>