Immobilienmarkt | Immobilienfusion Geburt eines Immobilienriesen

21. August 2013 | von
Fusion Geburt eines Immobilienriesen. Foto: Helene Souza / PIXELIO

Die Deutsche Wohnen AG arbeitet an einem Coup: Schrittweise soll Konkurrent GSW Immobilien übernommen werden. Die zweitgrößte Wohnimmobiliengesellschaft Deutschlands würde so entstehen. Der Berliner Mieterverein warnt derweil schon vor Folgen dieser Großfusion.

Der deutsche Immobilienmarkt steht wohl vor einem Umbruch. Die Branchengröße Deutsche Wohnen AG plant nach eigenen Angaben die Übernahme der GSW Immobilien. Zu diesem Schritt hätten sich Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam entschlossen, hieß es dazu in einem offiziellen Statement vom Immobilienunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main. Aus diesem Zusammenschluss entstünde nach der Deutschen Annington die zweitgrößte deutsche Mietimmobiliengesellschaft mit allein 106.000 Wohnungen in Berlin. Insgesamt hätte der neue Immobiliengigant dann deutschlandweit rund 150.000 Wohnungen im Portfolio.

“Durch den Zusammenschluss mit der GSW Immobilien würde Deutsche Wohnen die kritische Größe erreichen, um sich im europäischen Kapitalmarkt weiter zu etablieren”, erklärte die Geschäftsführung. Daneben erwarte man durch die Fusion auch bessere Konditionen beim Zugang zu Eigen- und Fremdkapital. Effizienzgewinne sollen langfristig in den Bestand reinvestiert werden.

Berliner Mieterverein mit Bedenken

Der Berliner Mieterverein warnt jedoch vor zu viel Euphorie im Zuge der Übernahme und verwies darauf, dass bei Großunternehmen meist die Nähe zu den Mietern vor Ort auf der Strecke bliebe. „Der Zusammenschluss erfüllt uns mit Sorge, denn ein so riesengroßes Unternehmen nährt die Vermutung, dass die Bewirtschaftung der Wohnungen immer schwieriger wird“, mahnte Geschäftsführer Reiner Wild gegenüber Handelsblatt

Die Deutsche Wohnen AG ist bereits eine der größten deutschen Mietimmobiliengesellschaften mit Börsennotierung. Ihr Portfolio umfasste im Juni 2013 insgesamt rund 90.600 Einheiten. Die GSW war für das Unternehmen in letzter Zeit offenbar auch deshalb zum Übernahmekandidaten geworden, weil es auf der letzten Hauptversammlung der GSW zu einem Zerwürfnis zwischen Investoren und Management gekommen war.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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